Dienstag, 20. Oktober 2009

Vermisste Materie bildet kosmisches Spinnennetz

Die Entdeckung könnte helfen, eine fundamentale Frage über das All zu klären: Wo ist all die Materie, die nach den Modellen der Astronomen eigentlich vorhanden sein müsste, aber von der bisher jede Spur fehlte? Jetzt haben Forscher sie entdeckt - in Form eines gigantischen Spinnennetzes.

Paris - So viel die Astronomen auch rechneten, bis jetzt wollte die Gleichung nicht so recht aufgehen: Eigentlich müsste die sichtbare Materie in Galaxien, Sternen und Gasen etwa fünf Prozent der Gesamtmasse des Universums ausmachen. Doch so große Mengen ließen sich bei weitem nicht beobachten.

Wissenschaftler vermuten seit rund zehn Jahren, dass das Universum von hauchdünnen Gasfäden durchwebt ist, die Galaxienhaufen miteinander verknüpfen. Nun haben Forscher um Alexis Finoguenov vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching einen solchen Gasschleier erstmals beobachten können. Mit den Galaxien als Knotenpunkten bildeten die Gase ein gigantisches kosmisches Netz, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin "Astronomy & Astrophysics".


Quelle und mehr: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,552117,00.html

Samstag, 22. August 2009

das Arachnophobie-Projekt

ist im Grunde genommen erfolgreich abgeschlossen. Konnte ja nicht ahnen, dass ich mich derartig schnell entspider. Um weiterer Redundanz vorzubeugen werden nicht spezifisch arachnophobische Spinnsekten-Bilder und -Beiträge zukünftig in meinem Main-Blog veröffentlicht.



Freitag, 21. August 2009

rückenkraulender

Froschmottenwieselkäfer? Man weiß es nicht, man ahnt es nur. Entdeckt habe ich das seltsame Teil in unserem Pool. Dort flupschte es derart wieselflink durch das Wasser, das ein Foto nicht möglich war. Aber die Frau Falkin ist ja - wie der Name bereits verrät: - ein Tier und so machte ich mich daran, es einzufangen, um es hernach in ein Teeglas gebannt zu fotografieren. Als ich es nach der Fotosession in unseren Springbrunnen aussetzte, konnte ich seine Bewegungen besser studieren. Bizarrerweise bewegt es sich auf dem Rückenliegend. Mit den längeren Hinterfühlern-läufern-was-weiß-ich-denn bewegt es sich froschähnlich fort. Seltsames Teil das...



Donnerstag, 13. August 2009

emsig....!



der Rosenkavalier



whatever



vielleicht eine chinesische Feuerwanze?! .. würde auch erklären,
warum sie mir keine Antwort gab auf meine Frage, was und wer ersie sei..

Freitag, 7. August 2009

Geschlechtsbestimmung

bei Spinnen? Kein Problem.


EINDEUTIG! eine Dame ;)

Freitag, 17. Juli 2009

Hornissen

...wie schon letztes Jahr haben wir wieder Hornissen im Haus. 2008 im Dachstuhl, jetzat hinter der Klinkerverblendung.Bis auf den Tatbestand meiner Sorge, die Hunde könnten einen der fliegenden Chips erwischen, erweist sich das Miteinander wieder einmal als äußerst friedlich.

Die Hornisse (Vespa crabro) ist eine Art aus der Familie der sozialen Faltenwespen (Vespidae).
Siehe auch => http://de.wikipedia.org/wiki/Hornisse

Donnerstag, 16. Juli 2009

31 Tage 31 Spinnsekten

Tscha, interessant, wenn man mitkriegt, dass ein Lebewesen nur ein Synonym ist... So durfte meine unfreiwillige (?!) EntNetzung dem dienen, meiner Arachnophobie auf den Grund zu tauchen und siehe da, die wirkliche Gruselenergie geht von einem bestimmten Typus Mensch aus. Und wärend ich mich da entschlossen entspider-t-e, entschwindet sich die Phobie und weicht der Faszination... Nun ja, nicht, dass ich zwingend mit den Achtern kuscheln müsste, aber immerhin war ich ganz begeistert, als mich heute Werner (s. Foto) am Pool heimsuchte. Und als ich ihn bat, kurz zu verweilen, da ich meine Cam holen wolle, um paar Fotoken von ihm zu machen, da war er so freundlich zu warten. Finde, er lächelt sogar.... ;)

Montag, 1. Juni 2009

31 Tage 31 Spinnen & Insekten

5.ter Tag



...Ausbeute nach wie vor kläglich. Evtl in dem miserablen, Gewitter getränktem Wetter begründet, dass kaum Tiere vor die Linse zu kriegen sind,( weswegen auch keine Auswahl aufgrund Ermangelung von gelungenen Fotos möglich). Bin etwas frustriert, da mich das gezielte Aufsuchen von Terrorachtbeinikern unter massiven psychischen Druck bringt. Stehe somit unter erfolglosem Stress, was weder mich mit meiner Phobie noch mit dem Fotoprojekt weiterbringt. Bäh. Macht alles andere als Spaß. Hab mir aber das Weitermachen in meinen Dickkopf gesetzt. Das entschwundene Kellermonster taufte ich - durch Ambrosia angeregt - Esmeralda. Angst vor ihr ist abwegigerweise größer denn je. Gespannt, wie es sich entwickelt.... *brrrrrrr......*
Wo die Liebe hinfällt..... ungewöhnliche Paarungen im Tierreich...
hier: Schnecki Moore und Ashton Assel....:



Sonntag, 31. Mai 2009

Konfrontation...

Samstag, 30. Mai 2009

Über die Giftigkeit und (Un-)Gefährlichkeit unserer Spinnen

Informationen zu Garten-Kreuzspinne, Wasserspinne und Dornfinger
sowie Kurzbeschreibungen zu nicht in Deutschland beheimateten

Giftspinnen im Sinne der für den Menschen unter normalen Umständen tödlichen Giftigkeit gibt es in Deutschland nicht.

Quelle und Weiterlesen:
http://nafoku.de/spinnen/giftspin.htm

Toxizität, Tarantella

Die Tarantel verfügt, wie fast alle Spinnen, über Giftdrüsen und über einen Giftkanal, der die Chelizeren, die Fangklauen, mit den Giftdrüsen verbindet. Ein Biss der Tarantel ist so gut wie nie tödlich, wenn man nicht allergisch auf das Gift reagiert, und mit ärztlicher Hilfe ist selbst dann die Gefahr schwindend gering. Ein Biss kann jedoch sehr starke Schmerzen zur Folge haben, von Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Entzündungen, über Geschwülste mit oder ohne Blasenbildung, bis hin zu Angstzuständen und Bewusstlosigkeit reicht die Spanne an Symptomen. Tritt Bewusstseinsverlust ein, kann der Biss einer Tarantel lebensgefährlich sein. Am häufigsten von Bissen geplagt sind die Südeuropäischen Feldarbeiter, die barfuß auf den Feldern laufen. Als wirksame "Selbsthilfe-Gegenmaßnahmen" gelten angeblich äußerlich das Einreiben mit Kampferliniment, in der Bisswunde Salmiakgeist (Vorsicht: Nur Salmiakgeist mit weniger als 10% Ammoniak verwenden), viel kaltes Wasser und heißen starken Kaffee trinken, wobei Wasser immer gut ist, und auch Fliedertee soll helfen. Ein Arztbesuch sollte jedoch nicht gemieden werden, wenn die Beschwerden zunehmen oder lange anhalten.

Verbreitung
Die Tarantel kommt in Teilen Südeuropas wie vor allem in Italien, aber auch in Frankreich und Spanien, vor. Dort besiedelt sie trockene Wiesen und Weiden, steinige Ödländer und Steinhalden.

Quelle und weiterlesen:
http://tierdoku.com/index.php?title=Tarantel

Tarantula Cubensis

Hierbei handelt es sich um die „kubanische Tarantel“ (der Vogelspinne Citharacanthus spinicrus, Syn. Eurypelma spinicrus). Ihr Gift wird selten zur Krebstherapie bei Kleintieren eingesetzt, der Nutzen ist aber wissenschaftlich nicht bewiesen.

Zu unterscheiden sind hier die homöopathische und die allopathische Verwendung des Giftes als Medikament. In beiden Versionen wird das Gift der Tarantel-Spinne in Mischungen aus Alkohol (Ethanol) und/oder gereinigtem Wasser eingesetzt. Entscheidender Unterschied ist hier die Konzentration des Giftes. In der Homöopathie wird Tarantula cubensis nicht in der Krebstherapie sondern bei septischen Prozessen, in denen Schwarzblaufärbung eine Rolle spielt, eingesetzt.

Tumorbekämpfung mit Tarantula
Mit beiden Versionen, der homöopathischen und der nicht-homöopathischen des Tarantelgift-Medikaments versucht man in der Tierheilkunde das Tumorwachstum zu beeinflussen. Dabei soll der Körper durch die Giftstoffe angeregt, das Tumorgewebe langsam abkapseln. Der Tumor wird dann immer weniger mit Nährstoffen durch die Blutbahn versorgt und das Wachstum kann deutlich verlangsamt oder gestoppt werden. In seltenen Fällen ist auch ein Rückgang und in ganz seltenen Fällen eine komplette Heilung vom Krebsleiden zu beobachten.

Wichtig zu wissen für eine Behandlung ist, dass grundsätzlich nicht jede Tumorart auf das Tarantula anspricht. Eine genaue Analyse kann nur durch Entnahme einer Tumorprobe im Labor erfolgen. Aus Kosten- und Zeitgründen verzichtet man meistens darauf und beobachtet alternativ dazu den Therapieverlauf genaustens, um im Erfolgsfalle die Therapie fortzuführen oder sie bei Nichtanschlagen einzustellen.

Theranekron®
Theranekron® ist ein Medikament aus der Veterinärmedizin, das aus dem Gift der Tarantel-Spinne hergestellt wird. Hierbei handelt es sich um ein nicht-homöopathisches Präparat, bei dem Tarantula Cubensis und Ethanol im Verhältnis 1:100 gemischt sind. Es wird daher auch teilweise die Verdünnungsbezeichnung D2 verwendet, welche auf die 10er Potenz des Verdünnungsgrades hinweist; 10² = 100. Das Medikament ist zur Injektion direkt in das Tumorgewebe gedacht. Seit 2003 ist Theranekron® nicht mehr auf dem deutschen Markt erhältlich, da eine Bioverfügbarkeit hätte nachgewiesen werden müssen. Hergestellt wird das Präparat in Österreich bei der Firma Richter Pharma AG. Erhältlich ist es derzeit in mehreren östlichen Staaten wie der Slowakei oder Russland. Als Nebenwirkungen einer Therapie mit diesem Medikament war meistens nur eine leicht erhöhte Körpertemperatur des Tieres zu beobachten.

Homöopathisches Tarantula
Tarantula Cubensis wird z. B. von der Deutschen Homöopathie-Union (DHU) als homöopathisches Medikament angeboten. Hierbei liegt das geringst beziehbare Verdünnungsverhältnis bei D4. Das bedeutet, das Gift liegt hier im Verhältnis 1:10000 = 104 gemischt mit Ethanol vor. Ein Vergleich mit Theranekron® zeigt, dass für den Giftanteil in einem Tropfen Theranekron® ungefähr 100 Tropfen des Tarantula Cub. D4 benötigt würden. Darüber hinaus ist das Tarantula Cub. D4 auch nur als orale Lösung erhältlich, also nicht zur Injektion direkt in das Tumorgewebe. Als homöopathische Injektionslösung werden Verdünnungen ab D8 angeboten (ein Verdünnungsverhältnis 1:100000000 = 108).

Nebenwirkungen wurden bei der Gabe der homöopathischen Verdünnungen bisher nicht beobachtet. Eine Wirksamkeit wurde jedoch bisher klinisch nicht nachgewiesen. Gerade deshalb ist die Therapie mit Tarantula Cubensis heute unter Veterinärmedizinern sehr umstritten.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tarantula_Cubensis

Tarentula Hispanica

Ausgangssubstanz:
Tier: Spanische Vogelspinne, auch spanische Tarantel genannt
Allgemeine Eigenschaften:
Tarentula hispanica findet Anwendung bei Zuständen mit abnorm starkem Bewegungsdrang. Vor allem bei einem oder mehreren der folgenden Anzeichen ist die Arznei geeignet:

* alle Symptome plötzlich und heftig, gewaltsam
* obwohl Gehen alles verschlimmert, sind die Patienten ständig in Bewegung
* Verlangen, Sand und Unverdauliches zu essen
* ständiger Durst auf große Mengen kalten Wassers
* ausgesprochene Abneigung gegen die Farben Grün, Rot und Schwarz
* bei Schmerzen wälzen sich die Patienten von einer Seite auf die andere
* starke sexuelle Erregbarkeit

Außerdem einzusetzen bei:

* Chorea Huntington (gestörte Bewegungsabläufe)
* Zuckungen mit Muskelkrämpfen
* Rückenschmerzen, schmerzhaft empfindliche Wirbelsäule; Berührungen lösen Schmerzen aus, auch am Herzen und in der Brust
* hartnäckige Verstopfungen nach Abführmittelmissbrauch
* Kopfschmerzen, als würden tausende Nadeln in das Gehirn stechen

Passt gut zu:
nervösen, hysterischen Patienten mit extremer Ruhelosigkeit. Sie sind ständig in Bewegung, in Eile, ungeduldig, treiben andere zur Eile an. Diese Menschen sind oft unzufrieden, können auch hinterlistig sein. Sie bewegen sich oft mit einer unglaublichen Geschwindigkeit.
Verschlechterung:
Berührung; Kälte; Geräusche, unrhythmische Musik; Umhergehen
Verbesserung:
rhythmische Musik, Tanzen; Entspannung; im Freien

Anwendung und Quelle:http://www.ellviva.de/Gesundheit/Homoeopathie-Tarentula-hispanica.html

Von der Tarantel gebissen

Mangialavori / Zwemke
Seminarmitschrift des bekannten italienischen Homöopathen über Spinnenmittel. Neben einer allgemeinen Darstellung des Themas dieser Gruppe werden 6 Spinnentiere detailliert beschrieben: Tarentula hispanica, Mygale lasiodora, Aranea diadema, Theridion curassavicum, Latrodectus mactans und Buthus australis. Die Arzneimittelbilder werden prägnant wiedergegeben und durch 18 Fälle dokumentiert.

Die Herausgeber schreiben: Spinnen - ein faszinierendes Thema, besonders wenn das Wesen der Spinnenarzneien so plastisch vor unseren Augen erscheint wie in diesem Buch. Themen- und familienbezogene Arzneimittellehre - diese neue und tief gehende Möglichkeit, sich unseren Arzneimitteln und Patienten zu nähern - begeistert und weckt Neugier. Sechs Arzneimittel, ausführlich beschrieben und durch je drei Fälle illustriert und belegt, führen uns in diese Welt. Tarentula hispanica - Mygale Iasiodora - Aranea diadema - Theridion currasavicum - Latrodectus mactans - Buthus australis'

Leseprobe und bestellen:
http://www.narayana-verlag.de/Von-der-Tarantel-gebissen/Mangialavori-Zwemke/b677?factfinder=Spinne~677~5~5~1~93.54

Spinnen. Eine prozessorientierte Arzneimittelschau

Achtzehn, Hans-Jürgen
Abspieldauer (ca.) 5 Std. 20 Min.

Der Herausgeber schreibt:

Es gibt bereits verschiedene umfassende und differenzierte Darstellungen der homöopathisch bekannten Spinnen. Die Art und Weise der Betrachtung ist jeweils geprägt von den Erfahrungen der ReferentInnen und ihrem oft sehr verschiedenen homöopathisch-geistigen Hintergrund.

Die Arzneimittelschau von Hans-Jürgen Achtzehn unterscheidet sich von anderen Abhandlungen durch den prozessorientierten Charakter. Für Achtzehn, Mitbegründer der prozessorientierten Homöopathie, spielen die seelische Essenz, die archetypischen und symbolischen Bezüge der Mittel eine besondere Rolle - stets gründend auf seiner über 20-jährigen Praxiserfahrung. Hans-Jürgen Achtzehn hat die Homöopathie durch die besondere Beachtung von Schattenthemen und den therapeutischen Umgang mit ihnen als auch durch eine besonders einfühlsame und gestaltende Patientenführung bereichert, die jedem Arzneimitteltyp auf spezifische Weise gerecht zu werden versucht. Prozessorientierte Behandlung bleibt nicht beim Kügelchen-Geben stehen, sondern bearbeitet die Lebensthemen des Patienten entlang des roten Fadens, den die Arznei spinnt.

Die Spinnen berühren tiefste Themen menschlicher Existenz wie Tod und Trennung, den Umgang mit Aggression und das konflikthafte Verhältnis zur Mutter.

Hörprobe und bestellen:
http://narayana-verlag.de/Spinnen-Eine-prozessorientierte-Arzneimittelschau/Achtzehn-Hans-Juergen/b5354

Arachnophiles im InterNetz

Fotos einheimischer Spinnen und Spinnentiere

aus der Region rund um Freiburg und im Schwarzwald
Nafoku Natur- und Foto-Kunst Sabine Jelinek



=> http://nafoku.de/spinnen/spinnen.htm

Leben am seidenen Faden

Die drei wichtigsten Spinnennetztypen

Das Rad neu erfunden
Das Radnetz ist das bekannteste Netz. Es besteht aus drei Elementen:
a) den Rahmenfäden, an denen das Netz aufgehängt wird,
b) den Speichenfäden, die vom Zentrum des Netzes nach außen hin sternenförmig aufgespannt werden und
c) den Spiral- oder Fangfäden, die kreisförmig auf den Speichenfäden
angeordnet und mit Leimtröpfchen behaftet sind.

Radnetzspinnen bauen ihr Netz in die Flugbahn von Insekten, also an Laternen, an Fenstern, an Hecken etc. Die Beutetiere fliegen in das Netz hinein und kleben an den leimbehafteten Fangfäden erst einmal fest. Durch ihre eigenen Befreiungsversuche verwickeln sie sich dann immer stärker in den Fangfäden. Die Spinne selbst befindet sich zumeist in Wartestellung außerhalb des eigentlichen Netzes am Ende eines Rahmenfadens, über den sie jede Bewegung des Netzes wahrnimmt. Durch die Bewegungen der gefangenen Insekten wird die wartende Spinne alarmiert. Sie läuft daraufhin zur Beute und spinnt sie ein, um sie dann aussaugen zu können. (----)

Das Baldachinnetz ist der in unseren Breiten am häufigsten anzutreffende Netztyp. Vor allem im Spätsommer und Herbst, sind die Netze oft in großer Anzahl in Wiesen und Hecken zu finden. Meist bestehen die Netze aus einem dichtgewobenen Gespinstteppich, der durch eine große Anzahl von Einzelfäden nach oben und unten zwischen den Pflanzen nach oben hin gewölbt aufgespannt wird. Die Spinne hängt in Wartestellung unterhalb des Gewölbes mit der Bauchseite nach oben. Dort wartet sie auf herabstürzende Insekten, die sich im Fadengewirr der aufgespannten Einzelfäden oberhalb des Gewölbes verstricken.

Die Beute wird durch das Netz nach unten gezogen und verspeist. (--)

Das Trichternetz ist vor allem von unserer Hauswinkelspinne her bekannt, die in unseren Garagen, Kellern und Wohnungen heimisch ist. Sie verkörpert für viele das klassische Ekeltier, kann aber - wenn wir sie nur lassen - ein nützlicher und treuer Hausgenosse sein. So sorgt die Spinne für eine Dezimierung der lästigen Fliegen und Mücken im Haus und kann dabei ein Alter von bis zu sieben Jahren erreichen! (--)

Im Bereich des Übergangs vom Trichter zur Röhre sitzt die Spinne in
regloser Lauerstellung. Meist sind nur ihre Vorderbeine, die auf dem Netztrichter nach außen hin liegen, zu sehen. Dort wartet sie auf Insekten, die über die ausgebreitete Trichternetzöffnung laufen. Die durch die Laufbewegungen entstehenden Vibrationen werden durch die Netzfäden weiter in den Trichter geleitet. Die Spinne nimmt die Signale auf und läuft zur Beute.

Weitere Informationen zur Biologie, Ökologie und Geschichte der Spinnen finden sich in der 24-seitigen Spinnenbroschüre des NABU NRW "Spinnen - Faszination auf den zweiten Blick". Die Broschüre steht als Download zur Verfügung unter: http://nrw.nabu.de/downloads/Spinnenbroschuere.pdf

Quelle und vollständiger Artikel: http://nrw.nabu.de/naturerleben/naturtipps/herbst/05471.html

Arachnophobia

Film mit Julian Sands. Und paar Spinnchen....
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Amazon-Kurzbeschreibung:
"Ein aus dem Dschungel Mittelamerikas in einem Sarg eingereister "blinder Passagier" umspannt eine kalifornische Kleinstadt mit ihren Fäden und versetzt sie zunehmend in Panik. Doch nur einer ist der Gefahr auf der Spur: Dr. Ross Jennings, der sich erst kürzlich dort als Arzt niedergelassen hat, muß erkennen, daß sich das Zentrum der Bedrohung in seiner alten Scheune verbirgt und insbesondere das Leben seiner Familie gefährdet. Obwohl er sich selbst am meisten fürchtet, überwindet er todesmutig seine Phobie aus frühester Kindheit und stellt sich dem Kampf..." Bestellen bei amazon
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Spinnende Göttinnen: Isis

Isis spricht: Ich empfing, trug und gebar alles Leben. Aus Liebe schenkte ich euch, meinen Kindern, dann meinen geliebten Gefährten Osiris, Herr der Pflanzen, Gott des Korns, damit er geschnitten wurde und wieder geboren. Mit meiner Heilkunst pflegte ich euch nach Krankheit gesund, schuf euch Kleider, erfand Webstuhl und Spinnrad, wachte über eure erste Schritte und half euch, aus der Kindheit zur Reife zu gelangen. Selbst am Ende war ich bei euch, um eure Hand zu halten und euch in die Unsterblichkeit zu führen. Ihr ward alles und ich gab euch alles und ich war alles für euch, ISIS, große Göttin, all-Mutter.

Quelle: Göttinnen Geflüster. Karten und Buch: Mit Orakel und Ritualen zur eigenen Kraft (Sondereinband)
Verlag: Schirner; Auflage: 4., Aufl. (September 1999)
ISBN-10: 3930944898
ISBN-13: 978-3930944897
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 15,9 x 4,1 cm

Spinnende Göttinnen: Arianrhod

Göttin der Gerechtigkeit und Schicksalsgöttin: sie spinnt das Netz des Lebens und entscheidet wie das Lebensnetz gewoben wird und welche Fäden durchtrennt werden. Sie ist Göttin über die Lebenden und die Toten.

Wie eine Spinne weiß Arianrhod alles über die Mysterien des Netzes, sie weiß, wie sich das Netz zusammenfügen wird, kann es je nach Handlungen aller einzelnen Menschen in seinem Muster verändern und kennt alle kosmischen Zusammenhänge und Geheimnisse. So gilt die Spinne ihr geheiligtes Tier. Die acht Beine der Spinne werden oft als die acht Himmelsrichtungen oder als die 8 Feste des Jahreskreises interpretiert.

Spinnende Göttinnen: die Nornen

Die Nornen (altnord. Nornir) sind in der nordischen Mythologie schicksalbestimmende Frauen, von denen einige von Göttern, andere von Zwergen oder Elfen abstammen sollen.[1] Innerhalb der indogermanischen Religionen und Mythologien besteht eine Verwandtschaft mit den römischen Parzen und den griechischen Moiren.[2]

Die Nornen in der Edda
Drei Schicksalsfrauen werden mit Namen genannt: Sie heißen Urd (das Gewordene), Verdandi (das Werdende) und Skuld (das Werdensollende), d. h. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Nach der Völuspá wohnen sie an der Wurzel der Weltenesche Yggdrasil an einem Brunnen, der nach der ältesten Norne Urdaborn heißt. Sie lenken die Geschicke der Menschen und Götter.

Ask veit eg standa,
heitir Yggdrasill,
hár baðmur, ausinn
hvíta auri;
þaðan koma döggvar
þær er í dala falla,
stendur æ yfir grænn
Urðarbrunni.

Þaðan koma meyjar
margs vitandi
þrjár úr þeim sæ,
er und þolli stendur;
Urð hétu eina,
aðra Verðandi,
skáru á skíði,
Skuld ina þriðju.
Þær lög lögðu,
þær líf kuru
alda börnum,
örlög seggja.


Eine Esche weiß ich,
heißt Yggdrasil,
Den hohen Baum
netzt weißer Nebel;
Davon kommt der Tau,
der in die Täler fällt.
Immergrün steht er
über Urds Brunnen.

Davon kommen Frauen,
vielwissende,
Drei aus dem See
dort unterm Wipfel.
Urd heißt die eine,
die andre Verdandi:
Sie schnitten Stäbe;
Skuld hieß die dritte.
Sie legten Lose,
das Leben bestimmten sie
Den Geschlechtern der Menschen,
das Schicksal verkündend.

Verdandi kommt nur hier vor und hat sonst keine nachweisbare Tradition und wird dem Dichter der Völuspá selbst zugeschrieben.[3] Skuld ist in anderem Zusammenhang Walküre, so dass eigentlich nur Urd eine genuine Schicksalsmacht ist.

Nach Gylfaginning wird der Baum nicht durch Nebel erhalten, sondern die Nornen pflegen ihn:

„Enn er þat sagt, at nornir þær, er byggja við Urðarbrunn, taka hvern dag vatn í brunninum ok með aurinn þann, er liggr um brunninn, ok ausa upp yfir askinn, til þess at eigi skuli limar hans tréna eða fúna. En þat vatn er svá heilagt, at allir hlutir, þeir er þar koma í brunninn, verða svá hvítir sem hinna sú, er skjall heitir, er innan liggr við eggskurn.“

„Ferner erzählt man, dass die Nornen, die am Urdabrunnen hausen, täglich Wasser aus dem Brunnen schöpfen und dazu den Schlamm, der um die Quelle herum liegt, und dies über die Esche ausgießen, damit ihre Zweige nicht verdorren oder verfaulen. Dies Wasser ist so heilig, dass alle Dinge, die in jene Quelle geraten, so weiß werden wie die Haut, die man Skjall nennt und die innen an der Eierschale sitzt.“

– Gylfagynning Kap. 16.

In diesem Zusammenhang werden die Nornen als Schicksalsmacht für die Menschheit gedacht. Daneben werden noch solche Nornen erwähnt, die Müttern bei der Geburt beistehen: In Fafnismál fragt Sigurd den Drachen Fafnir:

Segðu mér, Fáfnir,
alls þik fróðan kveða
ok vel margt vita,
hverjar ro þær nornir,
er nauðgönglar ro
ok kjósa mæðr frá mögum?
Fáfnir kvað:
Sundrbornar mjök
segi ek nornir vera,
eigu-t þær ætt saman;
sumar eru áskunngar,
sumar alfkunngar,
sumar dætr Dvalins.


Laß dich fragen, Fafnir,
da du vorschauend bist
Und wohl manches weißt:
Welches sind die Nornen,
die notlösend heißen
und Mütter mögen entbinden?
Fafnir:
Verschiedenen Geschlechts
scheinen die Nornen mir
Und nicht eines Ursprungs.
Einige sind Asen,
andere Alfen,
Die dritten Töchter Dwalins.

Im Anschluss daran wuchs ihnen die Aufgabe zu, dem Kind seine Lebensdauer anzusagen. Hier erzeugen sie das persönliche Fatum des einzelnen Menschen.[1] In der Edda heißt es:

Nótt varð í bæ,
nornir kómu,
þær er öðlingi
aldr of skópu;
þann báðu fylki
frægstan verða
ok buðlunga
beztan þykkja.[4]


Nacht wurde es im Gehöft,
Nornen kamen,
die dem Edlen
die Lebenszeit schufen;
sie bestimmten, dass dieser Heerführer
der berühmteste werde
und als der Fürsten
bester erscheine.[5]

„Skuld“ (wörtlich: Schuld, „skal“: sollen) ist auch bekannt als der Name einer Walküre.

Sá hún valkyrjur
vítt um komnar,
görvar að ríða
til Goðþjóðar;
Skuld hélt skildi,


Ich sah Walküren
weither kommen,
Bereit zu reiten
zum Rat der Götter.
Skuld hielt den Schild,

Ähnliche Schicksalsgöttinen gibt es auch in der griechischen (Moiren), der römischen (Parzen) und der slawischen Mythologie (Zorya).

Eine weitere Variante ist, dass die Nornen nicht das Geschick als solches bestimmen, sondern dass gute Nornen Gutes und böse Nornen Böses zuteilen.

„Góðar nornir ok vel ættaðar skapa góðan aldr, en þeir menn, er fyrir ósköpum verða, þá valda því illar nornir.“

„Gute Nornen aus vornehmem Geschlecht bescheren gutes Leben; wen aber Unglück heimsucht, der verdankt das den bösen Nornen.“

– Gylfaginning Kap. 15.

In diesem Urdabrunnen schwimmen zwei Schwäne, von denen alle weißen Schwäne abstammen:

„Fuglar tveir fæðast í Urðarbrunni. Þeir heita svanir, ok af þeim fuglum hefir komit þat fuglakyn, er svá heitir.“

„Im Urdabrunnen leben zwei Vögel, die heißen Schwäne, und von ihnen stammt die Vogelart dieses Namens.“

– Gylfaginning Kap. 16.

Oft werden die Nornen mit den Walküren verwechselt. Manchmal werden sie auch mit den Schutzgeistern Fylgja sowie den weisen Frauen volur und spåkonur vermischt.

Rezeption
Aufgrund der dem Schicksal naturgemäß innewohnenden Unwägbarkeiten gelten die Nornen als Ausprägung des ambivalenten Aspekts des sog. Mutterarchetyps im Sinne der Analytischen Psychologie Carl Gustav Jungs.

Im Vorspiel von Richard Wagners Götterdämmerung, dem letzten Teil seiner Tetralogie Der Ring des Nibelungen spielen die Nornen eine wesentliche Rolle. Sie erinnern an das in den drei Abenden vorher Geschehene, das Gegenwärtige und schließlich, während ihnen das Schicksals-Seil reißt von dem sie wie träumend die Runen ablesen, das nahe Ende der Götter, die hereinbrechende Götterdämmerung (Ragnarök).
Quelle: http://de.wikipedia.org

(Nornir), in der nord. Mythologie die Göttinnen der Zeit und des Schicksals, werden als drei Jungfrauen: Urdh (Vergangenheit), Verdandi (Gegenwart) und Skuld (Zukunft), dargestellt, die in und an dem heiligen Brunnen [* 2] der Urdh, der ältesten der Nornen, unter dem Baum Yggdrasill in Asgard weilen und die Schicksale der Menschen sowie der Götter bestimmen. Nornen heißen dann auch die Schutzgeister der Menschen, welche ihnen bei der Geburt die irdischen Güter bestimmen, zum Teil vom Geschlecht der Asen sind, zum Teil aber auch zu den Elfen und Zwergen gehören. Auch die Wahrsagerinnen, welche an den Wiegen der Kinder prophezeiten und sie für das Leben mit allerhand Gaben ausstatteten, wurden Nornen genannt. Deutsche [* 3] Sagen weisen dieselbe Vorstellung auf; in der Regel sind es drei Schwestern, dieselben Wesen, welche auf keltischem Boden als tria fata (Feen) auftreten.
Quelle: ) Meyers Konversations-Lexikon, 1888 _ 12

Nornen

(altnord. Nornir), die nordischen Schicksalsgöttinnen. Dem Riesengeschlecht entstammt, wohnten sie an der Wurzel des Weltbaums an einem Brunnen, aus dem sie die heilige Esche begießen und der nach der ältesten Norne Urdarbrunnen heißt. Sie spannen und webten die Fäden des Geschicks. Drei werden genannt: Urd, Verdandi, Ekuld: das Gewordene, das Werdende, das Seinsollende. Von diesen ist nur die Urd alt- und urgermanisch, wie es überhaupt ursprünglich wohl nur eine Norne gab. Die beiden andern sind gelehrte sprachliche Gebilde des 12. Jahrh. Zuweilen erscheinen auch die N. in ganzen Scharen; dann wirkt oft eine als böse Norne den wohlwollenden Schwestern entgegen. Oft werden diese göttlichen Jungfrauen mit den Walkyren, mehr noch mit den Schutzgeistern (fylgjur) und den weisen Frauen (völur, spákonur) vermengt.
Quelle: Brockhaus´ Konversationslexikon, 1902-1910 _ 62

Spinnende Göttinnen: Frigg

Frigg, in der nord. Mythologie Odins Gemahlin, Tochter der Riesin Fiorgyn und Mutter des Asengeschlechts, eine Göttin, die am füglichsten mit der Venus verglichen werden kann, aber vielfach mit Freyja (s. d.) vermengt wird und in diese übergeht. Nach ihr ist (schon in vorchristlicher Zeit) der Freitag benannt. Sie weiß aller Menschen Geschick, obgleich sie es keinem voraussagt. Ihr Palast in Asgard hieß Fensal (Meersaal); ihre vertraute Dienerin ist die Asin Fulba, welche ihr Schmuckkästchen trägt und ihre Fußbekleidung besorgt, ihre Botin Gna; Hlyn ward von ihr gebraucht, um Unglückliche aus Gefahren zu erretten.
Bild 58.569: Gurkenbaum - Gurko [unkorrigiert]
* 2 Gürtel.

Sie ward allein von den nordischen Göttern unter die Sterne versetzt; der Gürtel des Orion heißt in Schweden »Friggs Spinnrocken«, wonach sie also als eine spinnende und webende Gottheit erscheint und wahrscheinlich ebenso wie die ihr in Deutschland entsprechende Göttin die Aufsicht über die spinnenden Frauen führte. In Deutschland nämlich erscheint die Göttin zunächst unter dem Namen Frea in der berühmten Langobardensage bei Paulus Diaconus (s. Deutsche Mythologie);Frîa heißt sie in den »Merseburger Sprüchen«, als Frû Frecke trat sie noch lange in Niedersachsen in derselben Rolle wie sonst Frau Holle aus. Unter den Namen Fuik, Frick fanden Kuhn und Schwartz noch Überreste ihres Kultus in den »Zwölften« (s. d.), auch Sagen von ihr als »wilder Jägerin« und »Zauberin« in der Ukermark etc. (vgl. Schwartz, Der heutige Volksglaube und das alte Heidentum, Berl. 1850). Frau Holle und Berchta scheinen von Frigg nur landschaftlich verschieden

Meyers Konversations-Lexikon, 1888

Götter der Hopi

Kokyang Wuuti
ist die Spinnenfrau. Sie wird als weise Frau dargestellt, die in jedem Dorf hilfreich ist. Für Kokyang Wuuti hat man in jeder Siedlung einen Schrein errichtet, wo man ihr Ehrfurcht entgegen bringt. Sie spielte eine wichtige Rolle bei der Schöpfung der Welt und gilt auch als Mutter der Zwillinge. Von ihr wird auch berichtet, dass sie die Menschen erschaffen hat, die keine Hopi sind.

Po-okan-hoya und Palo-ngao-hoya
sind die Zwillings-Kriegsgötter* der Hopi. Ihre Großmutter, die Spinnenfrau, hat sie einst geschaffen. Die Zwillinge sollen hilfreich sein, jedoch manchmal auch Streiche verzapfen.
Quelle: http://www.indianerwww.de

*Anmerkung: die Hopi betrachten sich als Volk des Friedens

Antepirrhema

So schauet mit bescheidnem Blick
Der ewigen Weberin Meisterstück,
Wie ein Tritt tausend Fäden regt,
Die Schifflein hinüber, herüber schießen,
Die Fäden sich begegnend fließen,
Ein Schlag tausend Verbindungen schlägt!
Das hat sie nicht zusammengebettelt;
Sie hat's von Ewigkeit angezettelt,
Damit der ewige Meistermann
Getrost den Einschlag werfen kann.

Johann Wolfgang von Goethe

...

[210] Spinnen, verb. irregul. Imperf. ich spann, (im gemeinen Leben ich sponn), Conj. ich spänne, (im gemeinen Leben ich spönne); Mittelw. gesponnen; Imper. spinne. Es wird sowohl absolute[211] und in Gestalt eines Neutrius mit dem Hülfsworte haben, als auch active mit der vierten Endung gebraucht, und bedeutet, 1. Aus einem weichen und faserigen Körper einige Fasen ausziehen und selbige zu Fäden zusammen drehen. An der Spindel, an einem Rade spinnen. Sich mit spinnen nähren. Grob, klar, fein spinnen. Ist es ein Activum, so können sowohl die gesponnenen Fäden, als auch die Materie, woraus sie gesponnen worden, in der vierten Endung stehen. Einen klaren, einen groben Faden spinnen. Garn spinnen, Wolle, Flachs, Werrig, Seide spinnen, nehmlich zu Garn oder Fäden. Der Seidenwurm spinnt sich selbst sein Grab. Keine Seide bey einer Sache spinnen, figürlich, keinen Nutzen, keinen Vortheil davon haben, Sprichw. Es ist nichts so klein gesponnen, es kömmt endlich an der Sonnen, (an die Sonne); oder wie es Canitz ausdruckt:

Es wird nichts so klein gesponnen,

Das der Sonnen

Endlich unverborgen bleibt.

In anspinnen und entspinnen hat es auch die figürliche Bedeutung des Anfangens und Entstehens. 2. Mit dem herrschenden Begriffe des Drehens und Windens. Tobak spinnen, die getrockneten Blätter des Tobakes zu langen runden Strähnen zusammen drehen. S. Tobakspinner. Die Nadler spinnen den Knopfdraht auf eine Spindel, wenn sie denselben vermittelst eines Rades schnell über dieselbe winden, auf welche Art auch die Gold- und Silberspinner den Gold- und Silberlahn auf seidene Fäden spinnen. Das Spinnen der Knopfmacher ist von noch anderer Art, obgleich auch eine Art eines schnellen Bewindens oder Umwindens vermittelst eines Rades. Gesponnene Knöpfe. Heu spinnen, es in Bündel binden. So auch das Spinnen.

Anm. Es ist ein sehr altes Wort, welches schon bey dem Ulphilas und im Angels. spinnan, bey dem Ottfried spinnen, im Nieders. gleichfalls spinnen, im Engl. to spin, im Schwed. und Ißländ. spinna, im Dän. spinde, und im Griech. ohne Zischlaut πηνιζειν lautet, wo auch πηνιον, ein Faden, und πηνος, ein Gewebe ist. Das doppelte n in der Mitte deutet auf ein Intensivum. In der ersten Bedeutung scheinet es ein Intensivum von σπάν, ziehen, S. Spannen, zu seyn; allein in der zweyten sticht der Begriff des Windens deutlich hervor, besonders des schnellen Bewindens vermittelst eines Rades. Indessen kann es auch in beyden Fällen eine unmittelbare Onomatopöie des mit dem Spinnen verbundenen Lautes seyn.
Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 210-211.

Das Handwerk

[248] Spinnen nennt man die uralte Kunst, flockigen und faserigen Stoffen die Gestalt eines langen Fadens zu geben, welche besonders dadurch so außerordentlich wichtig ist, weil man durch sie jene Stoffe vorbereitet, um zu Geweben, Zeuchen verwandelt zu werden, welche zur Bekleidung des Menschen und zu vielen andern Zwecken dienen. Das Spinnen geschah früher allgemein nur durch die Spindel, [249] d.h. es wurde der Faden mit den Fingern gedreht und zugleich auf ein Stäbchen aufgewickelt, indem dasselbe zwischen den Fingern um seine Längenrichtung schnell umgedreht wurde. Bei dieser Art des Spinnens, welche auch jetzt noch überall gebräuchlich ist, wird der schönste und gleichmäßigste Faden gewonnen, und es hat noch den Vorzug, daß es nur eine gewisse leicht zu erlernende Fertigkeit und sonst nur eine sehr einfache Vorrichtung erfodert. Außer der Spindel hat man nämlich zu demselben nur noch des Rockens nöthig, eines Stockes, an welchem das Material, Flachs, Wolle, Baumwolle, befestigt ist. Dafür ist das Spinnen mit der Spindel aber auch das langsamste. Griechen und Römer und alle übrigen Völker bis zu Anfang des 16. Jahrh. bedienten sich nur der Spindel, und die Hindus versorgen ihre vielen Baumwollenwebereien noch jetzt nur mit der Spindel. Im J. 1530 soll ein Steinmetz zu Wolfenbüttel, Namens Jürgens, das noch jetzt zur Flachsspinnerei allgemein gebräuchliche Spinnrad erfunden haben. Auch bei diesem wird der Faden durch Menschenhand gebildet, nachher aber mit Hülfe des Spinnrads aufgewickelt, indem eine Spille oder Spindel durch ein Rad in schnell drehende Bewegung gesetzt wird. Mit der fortschreitenden Cultur wurde in Europa das Bedürfniß nach den verschiedensten Arten von Geweben immer größer, und zugleich steigerten sich die Mittel, diese Gewebe zu bereiten, und die Erzeugung des Materials. Ungeheure Massen von Baumwolle wurden eingeführt, und die Gewinnung der Wolle wurde auch Gegenstand der Betriebsamkeit. Unter solchen Verhältnissen war es höchst zeitgemäß, auf Mittel zu denken, eine verbesserte Spinnmethode zu ersinnen, bei welcher in kürzerer Zeit und mit geringern Kosten eine größere Masse Material verarbeitet werden konnte. Der erste Erfinder einer Spinnmaschine war Richard Hargreaves, ein Weber in Lancashire, welcher 1769 die erste sogenannte Jennymaschine herstellte. Die ersten dieser Maschinen bestanden aus einer Anzahl von Spindeln, welche durch ein gemeinschaftliches, mit der Hand gedrehtes Rad in Bewegung gesetzt wurden. Die Spinner, welche in dieser Maschine einen Todfeind erblickten, rotteten sich zusammen, zerstörten Hargreaves' Maschine und nöthigten diesen, nach Nottingham zu entfliehen, wo er in Dürftigkeit starb. Glücklicher war Rich. Arkwright (s.d.) mit Erfindung seines Spinnrahmens. Bei seiner Maschine wird durch die menschliche Hand nichts gethan, als daß das Material angelegt wird und etwa reißende Fäden angeknüpft werden. Eine Verbesserung erhielt diese Maschine in der sogenannten Drossel (engl. throstle), bei welcher aber nur die Vorrichtung, welche die Bewegung mittheilt, vereinfacht ist. Noch eine andere Spinnmaschine ist die 1775 von Samuel Crompton aus Bolton zu Stande gebrachte mule jenny, welche sich besonders zur Herstellung sehr seiner Gespinnste eignet, und durch William Kelly aus Glasgow noch verbessert wurde. Seit der Erfindung dieser Maschinen hat man dieselben in allen ihren einzelnen Theilen noch vielfach vervollkommnet, und zugleich hat man in der Behandlung der zu spinnenden Stoffe, in Bezug auf die verschiedenen mit ihm bis zur Vollendung vorzunehmenden Operationen mannichfache Entdeckungen gemacht, deren gemeinsames Resultat dies ist, daß man gegenwärtig, namentlich das Baumwollengarn, in ungeheurer Menge herzustellen vermag, dabei dasselbe von großer Güte und fast um einen Zehntheil des frühern Preises liefert. Am meisten sind die Spinnmaschinen deswegen angefeindet worden, weil sie, wie es scheint, eine große Menge von Menschen um ihre Arbeit bringen, jedoch gleicht sich dieses durch die mit der Production und Wohlfeilheit der Producte erhöhte Consumtion aus, und es ist erwiesen, daß ein fleißiger Arbeiter bei der Maschine noch ebenso viel verdient als er früher als Spinner verdiente, nur daß seine Arbeit selbst einen großartigern Erfolg hat. Spinnmaschinen gibt es gegenwärtig nicht nur in England, sondern fast in allen Ländern, in denen die Industrie blüht. Der Minister Calonne führte 1787 die ersten Spinnmaschinen in Frankreich ein, die sich seitdem sehr vermehrt haben. Unter den deutschen Staaten haben namentlich Östreich, Sachsen und Preußen große Spinnereien. In Rußland hat die Regierung Spinnmaschinen aufstellen lassen. Auch Flachsspinnmaschinen sind erfunden worden, nachdem man sie eine Zeit lang schmerzlich entbehrt und Napoleon 1810 sogar einen Preis von einer Mill. Franken auf ihre Erfindung gesetzt hatte. In dieser Beziehung hat namentlich der Engländer Marschall in Leeds sich Verdienste erworben. Seit 1825 haben die Flachsspinnmaschinen, besonders in England und Frankreich, Verbreitung gefunden.
Quelle:
Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 4. Leipzig 1841., S. 248-249.

Das große Spinnenquiz

1. Wie viele verschiedene Seidenfäden können Netzspinnen durchschnittlich produzieren?
a) 1 – 2
b) 3 - 4
c) 6 - 7

2. Wie nennt sich der Faden, den Netzspinnen spiralförmig aufkleben?
a) Gummifaden
b) Klebefaden
c) Speichelfaden

3. Wo sitzen die Spinnwarzen mit ihren Spinndrüsen?
a) An den Enden der Hinterbeine
b) Am unteren Kiefer
c) Am Hinterteil

4. Aus der Milch welcher Tiere haben Forscher versucht, künstliche Spinnenseidenproteine herzustellen?
a) Kühe
b) Schafe
c) Ziegen

5. Was ist das Besondere an Spinnen, die unter Wasser jagen können?
a) Sie tauchen, ohne nass zu werden
b) Sie haben Kiemen, so dass sie unter Wasser atmen können.
c) Sie haben kleine Schwimmhäute, mit denen sie sich unter Wasser fortbewegen

6. Welche Behauptung ist richtig?
a) Nur Spinnen, die Netze bauen, können Spinnenseide herstellen.
b) Fast alle Spinnen produzieren Spinnenseide, auch wenn sie keine Netze bauen.

7. Wie viele Beinpaare haben Spinnen?
a) 4
b) 6
c) 8

8. Spinnen gehören zu den ... (mehrere Antworten sind richtig)
a) Spinnentieren
b) Insekten
c) Gliedertieren

9. Ein Weberknecht ist ....
a) ... eine Spinne
b) ... ein Spinnentier
c) ... eine Schnakenart

10. Welche dieser Tiere gehören zu den Spinnentieren? (mehrere Antworten sind richtig)
a) Krebse
b) Skorpione
c) Milben

11. Welche Aussage ist richtig?
a) Spinnen haben einen dreiteiligen Körper
b) Spinnen haben einen zweiteiligen Körper
c) Spinnen haben einen einteiligen Körper

12. Wie heißt die Spinne in der Zeichentrickserie "Biene Maja"?
a) Kassandra
b) Schnuck
c) Iffi
d) Thekla
e) Puck

13. Welche Aussage ist korrekt? (mehrere Antworten sind richtig)
a) Alle Spinnen produzieren Gift
b) Nur Springspinnen sind giftig
c) Netz bauende Spinnen benutzen kein Gift
d) Alle Spinnen produzieren Gift, aber die meisten sind für den Menschen ungefährlich

14. Wie viele verschiedene Spinnen-Arten sind in etwa bekannt?
a) ca. 18.000 Arten
b) ca. 28.000 Arten
c) ca. 38.000 Arten

15. Wie heißt die Springspinne, die zwischen verschiedenen Jagdtechniken auswählen kann? ...
a) Portia
b) Portica
c) Porta

16. Die Springspinne Portia hat einen gebräuchlichen Namen. Wo kommt er noch vor? (mehrere Antworten sind richtig)
a) In William Shakespeares "Kaufmann von Venedig"
b) Eine Stadt in Arkansas
c) Der Mond des Uranus

17. Wie viele Augen haben Spinnen?
a) Bis zu vier Augen
b) Bis zu zwölf Augen
c) Bis zu acht Augen

18. Was ist das Besondere an der Veränderlichen Krabbenspinne? (mehrere Antworten sind richtig)
a) Sie passt ihre Körperfärbung der Umwelt an
b) Sie hat eine eindrucksvoll leuchtende Rückenzeichnung
c) Sie kann seitlich laufen wie eine Krabbe

19. Bei welchen Völkern gelten Spinnen als heilige Tiere?
a) Bei den nordskandinavischen Sami
b) Bei den südamerikanischen Ureinwohnern
c) Bei den australischen Aborigines

20. Auf welchen Mythos geht das zurück?
Dort sagt man Spinnen nach, dass
a) ... sie an der Entstehung der Welt mitgewirkt haben
b) ... sie die Fruchtbarkeit anregen
c) ... sie die Kampfeslust stärken

21. Wie alt sind die ältesten versteinerten Spinnenfunde?
a) Etwa 100 Millionen Jahre
b) Etwa 250 Millionen Jahre
c) Etwa 400 Millionen Jahre

22. Wofür sind die Diebsspinnen bekannt?
a) Sie stehlen die Eier anderer Spinnen und ziehen die Brut als ihre eigene auf
b) Sie klauen die Beute aus dem Netz anderer Spinnen
c) Die weiblichen Spinnen dieser Spezies werben sich gegenseitig die Männchen ab

23. Woher stammt der wissenschaftliche Name für Spinnen: "Arachnida"?
a) Aus der griechischen Mythologie
b) Aus der römischen Mythologie
c) Aus der Sagenwelt der Germanen

24. Wer war Arachne?
a) Eine Teppichweberin der griechischen Mythologie
b) Eine Goldspinnerin aus einem Märchen von Hans Christian Andersen
c) Eine Bergfee im Gefolge Odins, die sich mit Seilen am Fels sicherte

25. Wo ist die Spinne ein Symbol für Geld und Glück? (mehrere Antworten sind richtig)
a) China
b) Indien
c) Europa
d) Mexico

26. Woher kommt angeblich die Bezeichnung: "Du spinnst"?
Es ist eine Redensart
a) ... aus den Spinnstuben früherer Zeiten, wo man sich während der Handarbeit viele unglaubliche Geschichten erzählte
b) ... aus den Seilknüpfereien der Seefahrer, wo man sich viele sagenhafte Geschichten erzählte, das so genannte Seemansgarn

27. Welche Religion verbietet es, Spinnen zu töten?
a) Buddhismus
b) Islam
c) Hinduismus

28. Warum?
a) Mohammed ritt auf einer Riesenspinne, als seine kostbaren Pferde geraubt wurden
b) Mohammed wurde von einer Riesenspinne verteidigt
c) Mohammed wurde an einem Höhlenausgang durch das Netz einer Spinne vor Entdeckung bewahrt.

29. Welche Fähigkeit sprach man lange der Kreuzspinne zu?
a) Sie bewahre Haus und Hof vor Blitzschlag
b) Sie sei Hüterin des christlichen Glaubens
c) Sie sei Wahrzeichen des Kreuzritterordens

30. Wie viele Meter Faden muss eine Gartenkreuzspinne im Durchschnitt für ein Radnetz von etwa 30 cm Durchmesser spinnen?
a) 10 – 20 Meter
b) 20 – 30 Meter
c) 30 - 40 Meter

31. Wie viele Eier sind maximal in einem Spinnenkokon zu finden?
a) 10
b) 100
c) 1000

32. Wie oft häuten sich Spinnen im Allgemeinen?
a) Ein bis fünf Mal
b) Fünf bis zehn Mal
c) Zehn bis 15 Mal

33. Welche Aussage ist richtig?
a) Spinnen haben Muskeln, um ihre Beine zum Sprung zu strecken
b) Spinnen haben keine Muskeln, um ihre Beine zum Sprung zu strecken.

34. Wie machen die Spinnen es dann?
a) Sie lässt sich vom Wind tragen
b) Ihre Beine sind immer angewinkelt
c) Sie erhöht den Druck der Lymphflüssigkeit in ihren Gelenken

35. Wie fressen Spinnen?
a) Sie lassen die Beute eingesponnen verwesen und fressen dann die Innereien
b) Sie zerkleinern die Beute mit ihren Kiefern
c) Sie verflüssigen die Beute und saugen sie auf

36. Was tun Spinnen bei großer Gefahr?
a) Sie werfen das Bein ab, dass der Räuber festhält
b) Sie stellen die Haare am Kopfende auf
c) Sie sprühen Gift aus einer speziellen Drüse

37. Wer gehört zu den ärgsten Feinden der Spinne? (mehrere Antworten sind richtig)
a) Andere Spinnen
b) Menschen
c) Raubwanzen

38. Wie lange leben die meisten Spinnenarten?
a) Bis zu einem halben Jahr
b) Bis zu einem Jahr
c) Bis zu zehn Jahren

39. Was ist eine Nymphe? (mehrere Antworten sind richtig)
a) Eine Spinne nach der zweiten Häutung, die den Kokon verlässt
b) Ein Naturgeist aus der römischen und griechischen Mythologie.
c) Eine weibliche Gottheit niederen Ranges in der griechischen Mythologie.
d) Eine Priesterin der Antike

40. Wahr ist, dass ... (mehrere Antworten sind richtig)
a) ... Spinnen mit ihren Haaren "hören"
b) ... Spinnen mit ihren Haaren "schmecken"
c) ... Spinnen mit ihren Haaren "riechen"

41. Was ist das Besondere?
a) Spinnen haben Geschmackspapillen an den Haaren
b) Spinnen haben von Nerven durchzogene Sinneshaare

42. Welche Spinne ist wissenschaftlich gesehen die größte Spinne, soweit bekannt?
a) Die Riesenwebspinne
b) Die Riesenvogelspinne
c) Die Riesenkrabbenspinne

43. Wie groß war die Riesenvogelspinne, die 1965 ins Guinnessbuch der Rekorde kam?
a) 12 Zentimeter mit einer Beinspannweite von 20 cm
b) Neun Zentimeter mit einer Beinspannweite von 28 cm
c) Sieben Zentimeter mit einer Beinspannweite von 32 cm

44. Welche Spinne hat die längsten Beine?
a) Riesenvogelspinne
b) Riesenkrabbenspinne
c) Riesenkreuzspinne

45. Wie viele Zentimeter können sie ungefähr lang werden?
a) Bis zu 15 cm lang
b) Bis zu 25 cm lang
c) Bis zu 35 cm lang

46. Wie lange lebte die älteste Vogelspinne?
a) 13 - 15 Jahre
b) 18 – 20 Jahre
c) 26 – 28 Jahre

47. In welcher Höhe wurde bisher eine lebende Springspinne gefunden?
a) Auf 4200 Metern
b) Auf 5500 Metern
c) Auf 6700 Metern

48. Wo war das?
a) Aconcagua
b) Matterhorn
c) Mount Everest

49. Wahr ist:
a) Die Wasserspinne (Argyroneta aquatica) lebt ständig unter Wasser
b) Die Wasserspinne (Argyroneta aquatica) geht nur zum Jagen unter Wasser
c) Es gibt keine Spinnen, die unter Wasser leben können

50. Welche Radnetzspinne baut die größten Netze?
a) Die Kreuzspinne
b) Die Kürbisspinne
c) Die Seidenspinne


**********************************************************************
Antworten:
1. Wie viele verschiedene Seidenfäden können Netzspinnen durchschnittlich produzieren?
c) 6 - 7

2. Wie nennt sich der Faden, den Netzspinnen spiralförmig aufkleben?
b) Klebefaden

3. Wo sitzen die Spinnwarzen mit ihren Spinndrüsen?
c) Am Hinterteil

4. Aus der Milch welcher Tiere haben Forscher versucht, künstliche Spinnenseidenproteine herzustellen?
c) Ziegen

5. Was ist das Besondere an Spinnen, die unter Wasser jagen können?
a) Sie tauchen, ohne nass zu werden

6. Welche Behauptung ist richtig?
b) Fast alle Spinnen produzieren Spinnenseide, auch wenn sie keine Netze bauen.

7. Wie viele Beinpaare haben Spinnen?
a) 4

8. Spinnen gehören zu den ...
a) Spinnentieren
c) Gliedertieren

9. Ein Weberknecht ist ....
b) ... ein Spinnentier

10. Welche dieser Tiere gehören zu den Spinnentieren?
b) Skorpione
c) Milben

11. Welche Aussage ist richtig?
b) Spinnen haben einen zweiteiligen Körper

12. Wie heißt die Spinne in der Zeichentrickserie "Biene Maja"?
d) Thekla

13. Welche Aussage ist korrekt?
a) Alle Spinnen produzieren Gift
d) Alle Spinnen produzieren Gift, aber die meisten sind für den Menschen ungefährlich

14. Wie viele verschiedene Spinnen-Arten sind in etwa bekannt?
c) ca. 38.000 Arten

15. Wie heißt die Springspinne, die zwischen verschiedenen Jagdtechniken auswählen kann? ...
a) Portia

16. Die Springspinne Portia hat einen gebräuchlichen Namen. Wo kommt er noch vor?
a) In William Shakespeares "Kaufmann von Venedig"
b) Eine Stadt in Arkansas
c) Der Mond des Uranus

17. Wie viele Augen haben Spinnen?
c) Bis zu acht Augen

18. Was ist das Besondere an der Veränderlichen Krabbenspinne?
a) Sie passt ihre Körperfärbung der Umwelt an
c) Sie kann seitlich laufen wie eine Krabbe

19. Bei welchen Völkern gelten Spinnen als heilige Tiere?
b) Bei den südamerikanischen Ureinwohnern

20. Auf welchen Mythos geht das zurück?
Dort sagt man Spinnen nach, dass
a) ... sie an der Entstehung der Welt mitgewirkt haben

21. Wie alt sind die ältesten versteinerten Spinnenfunde?
c) Etwa 400 Millionen Jahre

22. Wofür sind die Diebsspinnen bekannt?
b) Sie klauen die Beute aus dem Netz anderer Spinnen

23. Woher stammt der wissenschaftliche Name für Spinnen: "Arachnida"?
a) Aus der griechischen Mythologie

24. Wer war Arachne?
a) Eine Teppichweberin der griechischen Mythologie

25. Wo ist die Spinne ein Symbol für Geld und Glück?
a) China
d) Mexico

26. Woher kommt angeblich die Bezeichnung: "Du spinnst"?
Es ist eine Redensart
a) ... aus den Spinnstuben früherer Zeiten, wo man sich während der Handarbeit viele unglaubliche Geschichten erzählte

27. Welche Religion verbietet es, Spinnen zu töten?
b) Islam

28. Warum?
c) Mohammed wurde an einem Höhlenausgang durch das Netz einer Spinne vor Entdeckung bewahrt.

29. Welche Fähigkeit sprach man lange der Kreuzspinne zu?
a) Sie bewahre Haus und Hof vor Blitzschlag

30. Wie viele Meter Faden muss eine Gartenkreuzspinne im Durchschnitt für ein Radnetz von etwa 30 cm Durchmesser spinnen?
b) 20 – 30 Meter

31. Wie viele Eier sind maximal in einem Spinnenkokon zu finden?
c) 1000

32. Wie oft häuten sich Spinnen im Allgemeinen?
b) Fünf bis zehn Mal

33. Welche Aussage ist richtig?
b) Spinnen haben keine Muskeln, um ihre Beine zum Sprung zu strecken.

34. Wie machen die Spinnen es dann?
c) Sie erhöht den Druck der Lymphflüssigkeit in ihren Gelenken

35. Wie fressen Spinnen?
c) Sie verflüssigen die Beute und saugen sie auf

36. Was tun Spinnen bei großer Gefahr?
a) Sie werfen das Bein ab, dass der Räuber festhält

37. Wer gehört zu den ärgsten Feinden der Spinne?
a) Andere Spinnen
b) Menschen
c) Raubwanzen

38. Wie lange leben die meisten Spinnenarten?
b) Bis zu einem Jahr

39. Was ist eine Nymphe?
a) Eine Spinne nach der zweiten Häutung, die den Kokon verlässt
c) Eine weibliche Gottheit niederen Ranges in der griechischen Mythologie.
d) Eine Priesterin der Antike

40. Wahr ist, dass ...
a) ... Spinnen mit ihren Haaren "hören"
b) ... Spinnen mit ihren Haaren "schmecken"

41. Was ist das Besondere?
b) Spinnen haben von Nerven durchzogene Sinneshaare

42. Welche Spinne ist wissenschaftlich gesehen die größte Spinne, soweit bekannt?
b) Die Riesenvogelspinne

43. Wie groß war die Riesenvogelspinne, die 1965 ins Guinnessbuch der Rekorde kam?
b) Neun Zentimeter mit einer Beinspannweite von 28 cm

44. Welche Spinne hat die längsten Beine?
b) Riesenkrabbenspinne

45. Wie viele Zentimeter können sie ungefähr lang werden?
c) Bis zu 35 cm lang

46. Wie lange lebte die älteste Vogelspinne?
c) 26 – 28 Jahre

47. In welcher Höhe wurde bisher eine lebende Springspinne gefunden?
c) Auf 6700 Metern

48. Wo war das?
c) Mount Everest

49. Wahr ist:
a) Die Wasserspinne (Argyroneta aquatica) lebt ständig unter Wasser

50. Welche Radnetzspinne baut die größten Netze?
c) Die Seidenspinne

gefunden und kopiert von:
http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2006/0926/001_spinne_noflash.jsp

natürliche Spinnenabwehr

Spinnen sind sehr nützliche Tiere. Sie vernichten Ungeziefer. Deshalb sollten diese Tierchen - wenn man sie nicht in der Wohnung mag - eingefangen und in den Garten/ nach draußen gebracht werden.
  • Spinnen meiden Räume in denen Straußeneier befestigt sind.
  • Der Majoran soll bei Ameisen, Spinnen und Salamandern Widerwille erregen. Agrippa von Nettesheim - De Occulta Philosophia, Kap. XVIII
??!!


Das beste Hausmittel:

Spinne als Meteorologe

Aus der Beobachtung von Insekten und Tieren kann man auf zukünftige Wetterlagen zu schließen. So reagieren z. B. Ameisen und Spinnen schon 140 Stunden im Voraus auf Änderungen des Wetters. Sie verraten dies oft, indem sie Ortsveränderungen vornehmen. Wenn Spinnen im Sommer ihre Netze vernichten und sich in ihre Verstecke flüchten, weiß der Beobachter, dass ein Sturm herannaht. Ausschwärmende Bienen am Tage verheißen gutes Wetter, bleiben sie jedoch im Stock, drohen Gewitter.

Laut Bauernregel heißt es:

„Wenn im September Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.”

Verzichten die Spinnen auf den Bau eines Netzes oder zerstört sie ihr vorhandenenes Netz, so darf ein Tiefdruckgebiet mit Regen erwartet werden: „Reißt die Spinne ihr Netz entzwei, kommt der Regen bald vorbei.”

"Sucht die Spinne den Schlupfwinkel auf, gibt es Regen zuhauf."

"Wenn die Spinnen im Regen spinnen, wird er nicht lange rinnen."

(Stirbt der Bauer im Oktober, braucht er im Winter kein' Pullover.
Frier'n der Kuh die Hörner ein, wird es wohl bald Winter sein.)

Die Spinne im Netz

Spinnen sind Meister des filigranen Netzbaus. Die Spinnfäden sind eines der vielseitigsten Waffensysteme in der Natur. Wehe der Fliege, die sich darin verfängt. Doch auch Spinnen sind in ihrem Netz nicht sicher. In Costa Rica werden sie von Wespen als Geburtshelfer missbraucht.

Spinnen fressen vor allem Insekten, die sie mit ihren hochentwickelten Netzen fangen. Aber manche Insekten drehen den Spieß um und machen sich durch genetische Umprogrammierung die besonderen Netzbau-Fähigkeiten der Spinnen zu nutze. Wie das Magazin NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND (Ausgabe 8/2001 vom 30. Juli) berichtet, lassen parasitäre Wespen in Costa Rica sich von einer harmlosen Obstgartenspinne einen Kokon zum Verpuppen weben - und fressen die Spinne nach verrichteter Arbeit auf.

Dazu legt die weibliche Wespe ein Ei in den Bauch der Plesiometa-Spinne. Schon nach ein paar Tagen schlüpft die Wespenlarve und ernährt sich ein bis zwei Wochen unbemerkt von den Körpersäften des Achtbeiners. Dann wird die Obstspinne plötzlich von dem Schmarotzer genetisch umprogrammiert: Sie beginnt statt des üblichen Netzes ein für sich selbst nutzloses Gespinnst zu weben, das der Wespenlarve später als Basis für ihren Kokon dient. Die Wissenschaft erklärt dieses Phänomen damit, dass die Wespenlarve ein spezielles Unterprogramm eines Unterprogramms der genetisch verankerten Prozedur zum Netzweben aktiviert und alles andere abschaltet.

Spinnen haben im Verlauf der Evolution ausgeklügelte Techniken entwickelt, mit ihren Netzen auf Insektenfang zu gehen. Senkrechte Radnetze entwickelten die Spinnen erst, als ihre Hauptbeute - die Insekten - zu fliegen begannen. Die effiziente Ausrichtung der Netze im Raum ist eine hochkomplexe Leistung für Tiere, die ihre Umwelt hauptsächlich per Tastsinn erfahren und nur mit einem sehr einfachen Nervensystem ausgestattet sind. Und so ein Netz ist erstaunlich ergiebig: Eine Spinne frisst pro Tag durchschnittlich 15 Prozent ihres eigenen Gewichts an Insekten. Dazu erneuert sie das Netz bis zu fünfmal am Tag.

Text: NATIONAL GEOGRAPHIC Deutschland/ RR 6. 8. 2001

Spinnen sind keine Insekten

Spinnen werden wegen ihre kleinen Größe und ihres Aussehens oft den Insekten zugeordnet. Dabei gehören die Spinnen zu einer eigenen Art, den Arachnida (Spinnentiere). Zusammen mit den Insekten, den Tausendfüßlern und den Krebsen gehören sie zum Tierstamm der Gliederfüßer.

Es gibt 60 – 70.000 Spinnenarten, davon sind erst 36.000 erforscht. Die andere Hälfte ist noch weitgehend unbekannt. Spinnen sind Meister des filigranen Netzbaus. Wehe der Fliege, die sich in den Spinnfäden verfängt. Die Fähigkeit, Fäden ziehen zu können, hat den Arachniden ihren Namen gegeben.

Der deutlichste Unterschied ist die Zahl der Beine: Spinnen haben acht, Insekten nur sechs. Außerdem ist ihr Körper deutlich zweigeteilt – in einen Vorderkörper, der durch Stiehlchen mit dem Hinterkörper verbunden ist. Insekten sind dreigliedrig: An Kopf und Brust schließt der Hinterleib an. Statt Fühler haben die Spinnen zwei Tastbeine. Ein Spinnenbein besteht aus sieben Gliedern, ein Insektenbein hat nur fünf. Viele Insekten haben Flügel, dagegen gibt es keine fliegenden Spinnen.
Auch an den Augen können die Arten unterschieden werden: Spinnen haben acht einzelne Linsenaugen, Insekten dagegen Facettenaugen. Es gibt aber auch augenlose Spinnen.

Spinnen ernähren sich von Insekten. Eine Spinne frisst pro Tag durchschnittlich 15 Prozent ihres eigenen Gewichts an Insekten. Dazu erneuert sie das Netz bis zu fünfmal am Tag. Ohne Spinnen würden Insekten wie Fliegen und Schaben die Erde geradezu überschwemmen.

Von Amazonasindianern wissen wir, dass sie sich Spinnen sogar als Haustiere halten. Damit schützen die Indianer ihre Familien vor Malaria. Die Krieger nehmen Tagesreisen auf sich, um eine Spinne zu diesem Zweck in ihr Heim zu holen.

Quelle der Ausschnitte: http://www.wasistwas.de/

Arachne

Arachne (griechisch „Spinne“, „Spinnerin“) war eine Figur der griechischen Mythologie. Sie war eine hervorragende Weberin. Es schien, als hätte Arachne das Weben von der Göttin Athene erlernt. Doch sie übertraf die Göttin und verweigerte ihr die Anerkennung. Athene erschien bei ihr in der Gestalt einer alten Frau und warnte sie davor, die Götter zu erzürnen. Doch Arachne zeigte keine Einsicht, sie verlangte vielmehr einen Wettbewerb, um zu zeigen, wer die bessere Weberin sei. Athene enthüllte ihre wahre Gestalt und stimmte dem Wettbewerb zu. Sie webte einen wunderbaren Teppich, der die Überlegenheit der olympischen Götter und den Hochmut der Menschen darstellte. Doch Arachnes Arbeit zeigte die Götter bei ihren Liebeseskapaden und ihre schon fast menschlichen Fehler. Arachnes Teppich war äußerst kunstfertig - selbst Athene konnte keinen Fehler entdecken. Er übertraf sogar die Arbeit der Göttin. Eifersüchtig und erbost über das Motiv zerstörte Athene den Teppich. Arachne bekam Angst und erhängte sich im Wald. Doch Athene ließ sie nicht sterben, sondern verwandelte sie in eine Webspinne. So waren Arachne und ihre Nachkommen dazu verdammt, ihr ganzes Leben zu weben und an Fäden zu hängen.

Der Mythos von Arachne stammt aus späterer Zeit. Er findet sich nicht auf griechischen Vasenmalereien, erst in Ovids Metamorphosen, auch Vergil erwähnt ihn in der Georgica.

Arachne kann betrachtet werden als Prototyp der spinnenden Frau, der seither vielfach literarisch in Erscheinung tritt, zum Beispiel als Schicksalsspinnerin bei den Moiren (oder Parzen, im Germanischen Nornen). Noch in europäischen Märchen tauchen alte Frauen auf, die mittels der Spindel Zauber ausüben (zum Beispiel die böse Fee in „Dornröschen“). Frauen (insbesondere den Femmes fatales) wird noch heute nachgesagt, dass sie Männer einwickeln oder um den Finger wickeln und aussaugen, wie die „Schwarze Witwe”. (Vgl. die Erzählung „Die Spinne“ von Hanns Heinz Ewers, 1903.) Analog dazu stellte der Psychologe Karl Abraham zu Beginn des 20. Jahrhunderts die These auf, dass die Spinne als Traumsymbol der phallischen und damit als bedrohlich empfundenen Mutter entspreche. In den romanischen Sprachen ist Arachne direkter Namensgeber für die Spinne, zum Beispiel "araignée" im Französischen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/

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Giger - Spiderqueen
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Angel Miguelez - Spider
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Mark Ferrari - LengSpider
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Klobber - Spider
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Salvador Dali - Purgatory
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Kai Wohlgemuth - Spinne

heilsame Spinnengifte

Obwohl Spinnen im ökologischen Gleichgewicht eine bedeutende Rolle spielen, gibt es nur wenige echte Spinnenfreunde. Wie so viele nützliche Tiere, die im heidnischen Glauben mit chthonischen Gottheiten (darunter versteht man in der Erde wirkende Gottheiten, bzw. Erdgottheiten selbst, z.B. den Totengott Hades/Pluto oder den Hirschgott Cernunnos) verbunden waren, wurde auch die Spinne mit Aufkommen des Christentums dämonisiert und mit dem Teufel gleichgesetzt.
Die Spinne galt als Pestdämon, entsprechend verwendete man sie in der Sympathiemagie als Amulett zum Schutz vor ansteckenden Krankheiten. Allerdings gebrauchte man Spinnen nicht nur zur Heilung, sondern auch zum Anhexen von Krankheiten.

Als Beispiel führte Paracelsus an, wie eine Hexe einen Faden mit Spinnengift imprägniert. Dann fertigt sie eine Wachspuppe an, die sie mit irgendetwas vom Opfer belebt. Wird nun ein Frosch darauf gebunden, der mit der Puppe ins Wasser kriecht, entsteht unweigerlich eine schlimme Krankheit (I/953)

In Fällen von Hexerei kann nur noch ein Sympathiezauber helfen; hierzu findet man bei Paracelsus folgendes Beispiel: "Eine lebende Spinne soll in einer Nussschale um den Hals angebunden über dem Herzgrüblein getragen werden, bis die Krankheit verschwindet. Dies geschieht am 5. oder 6. Tage bis zum Tode der Spinne" (I/953, III/704).

Heute verwendet man Spinnen als Heilmittel vor allem in der Homöopathie, z.B. die Kreuzspinne (Aranea diadema), die Tarantel (Tarantula hispanica) oder die Schwarze Witwe (Latrodectus mactans).
Spinnengifte wirken vor allem auf das Nervensystem und beeinflussen die Herztätigkeit. Sie werden daher in potenzierter Form (D6 bis D12) vor allem bei Schmerzzuständen, Neuralgien und Krampfleiden, z.B. bei Stenokardien und Angina pectoris, verwendet.


Wenn man sich eine Kreuzspinne inmitten ihres Netzes vorstellt, dann ist dies eine Signatur für ein mögliches Heilmittel mit Wirkung auf das Nervensystem (Verbindung, Übertragung und Kreuzung = Synapsen) und auf das Herz als Zentralorgan des Blutkreislaufs. Dabei ist die Kreuzform auf dem Rücken der Kreuzspinne auch als magisches Zeichen zu deuten. Paracelsus verwendete Amulette mit Spinnen bei Herzleiden (III/451).

In der Homöopathie gebraucht man auch das Spinnennetz der Kreuzspinne als Heilmittel (Tela aranearum D6 bis D12). Boericke gibt als Indikationen an: Erregung, Herzunruhe, Wechselfieber, vor allem wenn der Patient einen hektischen und zusammengebrochenen Eindruck macht, getreu dem Motto: "Wer spinnt braucht die Spinne!"

Ausschnitt aus: Die Wunderarznei des Paracelsus - Olaf Rippe
veröffentlicht in der Zeitschrift Naturheilpraxis

allgemein..

.....Schlangen, Spinnen oder Kröten mögen zwar bei vielen Menschen Aversionen auslösen, in der Homöopathie aber werden sie vorurteilslos eingesetzt: Hier zeigt sich, was auch die Ökologie immer wieder zu zeigen versucht, daß diese "Ekeltiere" in der Regel äußerst nützliche und friedliche Tiere sind.

Spinnen sind bedeutsame Lieferanten homöopathischer Medikamente

Krafttier Spinne

Schlüsselbegriff: Kreativität und das Weben des Schicksals
Auf der ganzen Welt kommt die Spinne in Mythen und Volksbräuchen vor. Ihre Symbolik ist in den meisten Ländern ziemlich ähnlich. In Indien wurde sie mit Maya, der Weberin der Illusion assoziiert. Bei den Moiren der griechischen Mythologie und den Nornen der skandinavischen Tradition nahm sie die Gestalt von Frauen an, die den Lebensfaden spinnen, bemessen und abschneiden. Bei den Indianern gilt die Spinne als Großmutter, als Verbindungsglied zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Im Gegensatz zu den Insekten haben Spinnen einen zweigeteilten Körper, der ihnen ein achterförmiges Aussehen verleiht. In Verbindung mit ihren acht Beinen ist dies ein Hinweis auf die mystische Bedeutung der Zahl 8, die als Symbol der Unendlichkeit gilt, da das Leben immerzu von einem Kreis in den anderen überfließt. Die Schwierigkeit besteht darin, diese Kreise abzuschreiten und eine balancierte Position an ihrem Schnittpunkt zu halten.

Die Spinne lehrt uns die Balance zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Physischem und Spirituellem, zwischen Männlichem und Weiblichem. Sie lehrt uns, daß alles, was wir heute tun, in das eingewoben wird, was wir in der Zukunft erleben.
Die Spinne weckt auch kreative Sensibilität, da sie ein feines und komplexes Netz webt, das uns an den subtilen Einfluß der Vergangenheit auf die Zukunft erinnert. Ihr Gewebe ist oft spiralförmig, und das ist die geometrische Form der kreativen Entwicklung. Wenn sie in der Mitte ihres Netzes sitzt, so ist dies ein Hinweis darauf, daß auch wir im Zentrum unserer Welt sitzen sollten. Dafür haben die alten Mysterienschulen eine Maxime, die über ihren Portalen geschrieben stand: »Erkenne dich selbst, und du wirst das Universum erkennen!« Die Spinne zeigt uns, daß die Welt rings um uns gesponnen wird, und daß wir es sind, die unser eigenes Schicksal schreiben.
Aufgrund ihrer Merkmale wurde die Spinne in der Mythologie mit drei Arten der Magie assozijert: Die erste ist die Energie der Schöpfung, dort symbolisiert sie schöpferische Kraft. Zweitens geht es auch um die Selbstbehauptung dieser kreativen Kraft, also darum, die weibliche Energie stark und lebendig zu halten. Dazu gehört die Eigenschaft der Schwarzen Spinne, bei der das Weibchen das Männchen nach der Paarung auffrißt. Das dritte magische Element bezieht sich auf ihre Spiralenergie, die Vergangenheit und Zukunft verbindet.
Menschen mit diesem Krafttier sollten über den Mittelpunkt der Spirale nachdenken: Gehen Sie auf ein zentrales Ziel zu oder verzetteln Sie sich, indem Sie in zu viele verschiedene Richtungen streben? Ist Ihr Leben fokussiert? Oder sind Sie zu sehr von sich selbst oder einem Thema besessen? Konzentrieren Sie sich auf Leistungen anderer Menschen anstatt auf Ihre eigenen? Entwickeln Sie deshalb eine Animosität - gegen sich selbst oder diese anderen Menschen? Die Spinne ist die Hüterin der alten Sprachen und Alphabete. Jede Gesellschaft hat Ihre Mythen über die Entstehungsweise ihrer Alphabete. Die Entstehung der geometrischen Formen und Winkel im Spinnennetz galt oftmals als das erste Alphabet, und deshalb wurde die Spinne auch als Lehrerin von Sprache und Schrift betrachtet. Menschen, die durch das geschriebene Wort Magie »weben«, haben wahrscheinlich die Spinne als Krafttier. Sie wurde auch deshalb mit Tod und Wiedergeburt assoziiert, weil manche Spinnenmännchen nach der Paarung von den Weibchen gefressen werden.
Weil sie immer neue Netze webt, wurde sie auch zum Mondsymbol.
Durch Bücher, Filme und Fernsehsendungen wurde im Publikum die Angst vor Spinnen gefördert. Die meisten Spinnen sind giftig, da sie auf diese Weise ihre Beute töten. Sie erfüllen eine wichtige Rolle bei der Kontrolle der Insektenpopulation.
Ganz unverdient hat die Schwarze Spinne den schlechtesten Ruf: Sie ist pechschwarz, trägt aber auf dem Bauch eine rote Zeichnung, die einem Stundenglas gleicht. Sie ist giftig, aber für Menschen nicht lebensgefährlich. Imgrunde ist sie sogar scheu und fürchtet sich mehr vor den Menschen als umgekehrt.
Auch Taranteln sind eine weit verbreitete Spinnenart. Die tarantella, ein Volkstanz aus Süditalien wurde nach ihr benannt. Man glaubt fälschlich, daß ihr Biß bei Menschen konvulsive Bewegungen verursacht, die dann in diesem Kreistanz mit seinen schnellen Fußbewegungen ausagiert wird.
Die Tarantel ist eine der größten Spinnen, sie ist behaart, und ihr Maul befindet sich auf dem Bauch. Ihr Biß ist nicht giftiger als ein Bienenstich. Sie spinnen einen Faden, weben aber kein Netz. Sie graben ein Loch in den Sand und verbergen sich darin. Sobald sie spüren, daß sich etwas über der Öffnung bewegt, springen sie hoch, packen es und ziehen es nach innen. Auf diese Weise fangen sie ihre Nahrung.
Die meisten Spinnen sind eigentlich sehr fragil. Wenn man eine Tarantel fallen läßt, so zerbricht sie. Spinnen vereinen Sanftheit und Kraft, um besser überleben zu können. Und das gilt auch für Menschen mit diesem Krafttier.
Außerdem sind sie sehr beweglich und können ohne Schwierigkeiten auf einem feinen Faden balancieren. Auf den Netzen des Lebens fortzuschreiten und die Balance zu bewahren, galt in vielen Gesellschaften als erstrebenswertes Geheimnis. Genau das lehrt uns die Spinne.
Die meisten Menschen haben nur wenig oder gar keinen Kontakt zu größeren Spinnen, kennen aber trotzdem viele verschiedene Spinnenarten, die sich in der Nähe des Hauses aufhalten. Sie sind nützlich, weil sie schädliche Insekten töten. Sie bewegen sich meist in der Dunkelheit und verstecken sich in unzugänglichen Zonen. Fürchten Sie sich also nicht, Ihre Kreativität in scheinbar unzugänglichen Winkeln zu betätigen, weben Sie Ihre kreativen Fäden im Dunkeln, wenn die Sonne daraufscheint, werden sie in komplexer Schönheit schimmern.
Wenn die Spinne in Ihr Leben getreten ist, so sollten Sie sich folgende Fragen stellen: Weben Sie Ihre Träume nicht in der Wirklichkeit? Verwenden Sie Ihre schöpferischen Möglichkeiten nicht? Fühlen Sie sich eingeschlossen, so als ob Sie in einem Netz stecken würden? Sollten Sie mehr Aufmerksamkeit auf Ihre Balance und das Ziel Ihres Lebensweges richten? Sind andere Menschen in Ihrer Umgebung aus der Balance geraten? Sollten Sie schreiben? Haben Sie Inspirationen zu schriftlichem oder zeichnerischem Ausdruck, die Sie nicht verwirklichen? Die Spinne lehrt uns, die geschriebene Sprache mit Kraft und Kreativität einzusetzen, damit unsere Worte ein Gewebe um die Menschen bilden, die sie lesen.

Aus dem Buch =>Die Botschaft der Krafttiere von Ted Andrews

Die Spinne

Die Spinne hat ihr raffiniertes Netz gespannt
und wartet ganz ruhig in ihrem Versteck unerkannt.

Sie weiß, dass ein Opfer bald in ihre Falle rennt,
da sie die Schwäche jedes Einzelnen kennt.

Die Spinne fühlt ihre Macht, sie ist überlegen.
Einmal im Netz verfangen, muss sich die Beute ganz hingeben.

Es gibt keinen Weg mehr zurück, es ist nur noch eine Frage der Zeit –
Die Spinne nähert sich ohne Hektik, sie weiß, die Beute ist aus ihren
Fängen nie mehr befreit!

Ganz genüsslich saugt sie bis zum letzten Tropfen dessen Saft
und bemächtigt sich mit all seiner Kraft!

Kann ich ihrer Verlockung noch mal widerstehen?
Kann ich es abwenden und nicht in ihre Falle gehen?

Komme ich gegen diesen Sog der Begierde an?
Ja, will ich das?...Nein, zu animalisch zieht sie mich an!

Ich fühle ihre Kraft, gegen die ich nicht entgegen halten kann
und schließe meine Augen, denn als nächster bin ich jetzt dran..

Autor?

Frau Spinne spinnt im Sonnenschein

Frau Spinne spinnt im Sonnenschein
und singt dazu ein Liedelein:
Lalalalala.

Gleich kommt ein artig Käferlein,
nichts hilft dem Käferlein sein Schrein!
Lalalalala.

Sie frisst es auf ganz klimperklein
und singt dazu ihr Liedelein:
Lalalalala.

Kinderlied

Silvester

Daß bald das neue Jahr beginnt,
Spür ich nicht im geringsten.
Ich merke nur: Die Zeit verrinnt
Genauso wie zu Pfingsten,

Genau wie jährlich tausendmal.
Doch Volk will Griff und Daten.
Ich höre Rührung, Suff, Skandal,
Ich speise Hasenbraten.

Mit Cumberland, und vis-à-vis
Sitzt von den Krankenschwestern
Die sinnlichste. Ich kenne sie
Gut, wenn auch erst seit gestern.

Champagner drängt, lügt und spricht wahr.
Prosit, barmherzige Schwester!
Auf! In mein Bett! Und prost Neujahr!
Rasch! Prosit! Prost Silvester!

Die Zeit verrinnt. Die Spinne spinnt
In heimlichen Geweben.
Wenn heute nacht ein Jahr beginnt,
Beginnt ein neues Leben.


Silvester von Joachim Ringelnatz

Die Spinne

Meine Augen waren nächten aufgethan,
Starr im tiefen Traume, einem Riesenplan.
Eine Ebene war es unermeßlich weit,
Und mein Auge sahe die Unendlichkeit.
War wie Blei so grau, war wie Blei so schwer,
Eine Riesenspinne lief darüber her.
Schwarze Klebefäden wob sie her und hin,
Blind, so schien, mir war die graue Weberin
In der Spinnewebe Maschen eingenetzt
Hingen Menschenherzen blutig und zerfetzt.

Quelle:
Otto Julius Bierbaum: Irrgarten der Liebe. Berlin/Leipzig 1901, S. 312-313

Das Netz der Spinne

Der leise Tag war schon entschwebt,
Bevor ich meine Augen aufgeschlagen,
An meinem Fenster eine Spinne webt
Ein Netz aus ungezählten Fragen.

Ich sah in keinem Augenblick
Die Sonne lachen, wärmen, brennen,
Die Spinne lauert am seidenen Strick,
Ich möchte ihre Seele kennen.

Geduld erfahre ich durch dieses Tier,
Das im Winde baumelt und Stille
Als goldene Aura trägt vor mir,
Der ich gebannt bin ohne Wille.

von Frederik Kreijmborg

Die Spinne

Zwischen die gekreuzten Klingen
Über meinem kargen Pfühl
Hängt' ich, unfroh längst, zu singen,
Mein verliebtes Saitenspiel;

Meine stillgewordne Laute,
Der ich in bewegter Zeit
Meine Sehnsucht anvertraute
Und des Herzens Liebesleid.

Rost zerfraß der Schläger Schneiden.
Eine Spinne, grämig grau,
Webt sich emsig zwischen beiden
Ihres Netzes Wunderbau.

Von der einen zu der andern,
Gleich dem Seiler, zeitlich früh
Seh' ich sie schon spinnend wandern,
Und noch niemals stört' ich sie.

Aber heut', da durch die Läden
Hell die erste Sonne fiel,
Sah ich sie die kühnen Fäden
Zieh'n auch zu dem Saitenspiel.

Da empört' ich mich: "Beizeiten
Halte ein! Sei nicht zu kühn!
Meiner Jugend lyrische Saiten
Laß ich grau nicht überziehn!

Du, in des Vergessens Dienste
Ernste Weberin, umhüll,
Was du willst, mit dem Gespinste:
Vor der Leier halte still!"

von Hugo Salus

Friede der Kreatur

Spinnen waren mir auch zuwider
All meine jungen Jahre,
Ließen sich von der Decke nieder
In die Scheitelhaare,
Saßen verdächtig in den Ecken
Oder rannten, mich zu erschrecken,
Über Tischgefild und Hände,
Und das Töten nahm kein Ende.

Erst als schon die Haare grauten,
Begann ich sie zu schonen
Mit den ruhiger Angeschauten
Brüderlich zu wohnen;
Jetzt mit ihren kleinen Sorgen
Halten sie sich still geborgen,
Lässt sich einmal eine sehen,
Lassen wir uns weislich gehen.

Hätt’ ich nun ein Kind, ein kleines,
In väterlichen Ehren,
Recht ein liebliches und feines,
Würd’ ich’s mutig lehren,
Spinnen mit den Händen fassen
Und sie freundlich zu entlassen;
Früher lernt’ es Friede halten
Als es mir gelang, dem Alten.

von Gottfried Keller

Die Spinne und das Podagra

...

Geführt von ihrem Eigensinne,
Entschlossen sich, die Welt zu sehn
Und Abenteuern nachzugehn.
Sie trafen unterwegs sich an,
Und grüßten sich, da sie sich sahn,
So leicht, so artig und galant,
Als hätten sie sich längst gekannt.

Ich dächte (sprach das Podagra),
Wir setzten nach dem Dorfe da
Zusammen unsre Reise fort.
Es scheint ein wohlgelegner Ort,
Und sind Madam so müd' als ich,
So wird uns Beiden, sicherlich,
Jedwede Herberg, groß und klein,

Auf diese Nacht willkommen seyn.
Der Spinne war das eben recht.
Sie kamen an das Dorf. Geschwächt,
Hinfällig, kraftlos und halb lahm
Erlag das Podagra und nahm,
So bald als möglich, voll Begier,
Beim ersten Bauer das Quartier.

Die Spinne hielt sich für gescheuter
Und nahm den Weg noch etwas weiter,
Bis zu des Edelmannes Haus;
Hier wählt' sie einen Saal sich aus,
In welchem man mit großem Prachte
Zu einem Gastmahl Anstalt machte.
Sogleich nahm sie nach ihrem Witz
Von einem Fensterrahm Besitz;

Hub an, mit emsigem Bestreben,
Viel ihrer Fäden anzukleben.
Doch eh' ihr Netz noch fertig war,
Nimmt eine Stubenmagd es wahr,
Die mit dem Besen d'rüber fährt
Und unbarmherzig es zerstört.

Die Spinne hub von Neuem an
Zu weben, wie sie erst gethan;
Da ward der Saal voll Herr'n und Damen,
Mit denen viel Lakaien kamen.
Ein naseweiser Bursche sah

Der Spinne Netz, und rief: Sieh' da,
Was machst du hier? und stieß sogleich
Den Hut quer durch ihr Fadenreich.
Die Spinne ließ sich's nicht verdrießen,
Und heftete mit muntern Füßen
Ihr hangend halbzerstörtes Nest
Zum dritten Mal am Fenster fest.

Da trat ein junges Fräulein her,
Das sah am Fenster ungefähr
Die Spinne hangen, und schrie laut:
Ach, Herr Baron, mir graut, mir graut!
Und wies mit Schrecken auf die Spinne.

Kaum ward der Herr Baron sie inne,
So zog er wie ein Held den Degen,
Fing an im Netz herumzufegen,
So daß mit Noth die Spinn' entkam
Und aus dem Saal den Abschied nahm.

Dem Podagra ging's fast auch so,
Es ward der Herberg wenig froh.
Nachdem es lange g'nug gesessen,
Sprach es: Ich möcht' ein wenig essen!
Der Bauer brachte trocken Brod,
Zum Trunk dazu kalt Wasser bot;

Dies waren nach so langen Reisen
Für's Podagra sehr schlechte Speisen.
Es aß nicht viel, trank kaum dazu,
Und sprach betrübt: Bringt mich zur Ruh'!
Da wies der Bauer ihm zum Bette
Gar eine harte Lagerstätte,
Worauf ein wenig Stroh nur lag.

Hier lag es kläglich, bis der Tag
Im Osten an zu grauen fing,
Und seufzend es von dannen ging.
Es traf die Spinne wieder an,
Die auch kein Auge zugethan;
Und alle Beide klagten sich,
Wie elend und wie jämmerlich
Sie beiderseits die vor'ge Nacht
In Furcht und Sorgen zugebracht;

Ich seh' wohl, wo der Knoten sitzt,
(Sprach d'rauf das Podagra). Dir nützt
Zum Aufenthalte kein Palast;
So wie ich niemals Ruh' und Rast
Bei schlechten Bauern finden kann.
D'rum geh' du zu dem armen Mann,
Und ich will deinen Junker sehn,
So soll das Ding wohl besser gehn.

Dies waren Beide wohl zufrieden,
Und Beide gingen nun verschieden
Den Weg, so wie der Abend kam.
Das Podagra, voll Hoffnung, nahm
Zum Schloß des Junkers seinen Gang.
Und mit welch freudigem Empfang
Ward es von ihm nicht aufgenommen!

Kaum sah er es gehinket kommen,
So nahm er's höflich bei der Hand,
Führt's in sein Zimmer; d'rinnen stand
Ein Sopha mit viel weichen Kissen,
Davon legt' er ihm drei zu Füßen,
Und sprach: Ihr Gnaden fordern dreist,
Was Ihrem Gaum willkommen heißt.
D'rauf rief er seine Diener her;

Da ward der Tisch nicht einmal leer
Von Thee, und Kaffee, und Orsade,
Von Chokolad' und Limonade,
Alsdann ward von der Schüsseln Menge
Die große Tafel fast zu enge;
Da kam französisches Ragout,
Weit umher dampfend nach haut Gout,

Schön Rostbeef, nach der Briten Art,
Und Austern mit und ohne Bart;
Dann kamen Austern am Kapaun,
Dann Austern, schön gebraten, braun;
Dann wieder Austern in Pasteten,
Dann Fisch mit Austern, bis zum Tödten;
Und schöne Braten, vom Fasan,
Bis auf den feisten Ortolan.

Kurz, Alles, was die Schmausewelt
Für ächte Leckerbissen hält,
War so im Ueberflusse da,
Als wär' es in Hammonia.
Die Weine? ja, wer kann die zählen?
Gewiß! hier durfte keiner fehlen,
Und das Probiren riß nicht ab,
Vom Franzwein bis zum Vin de Cap,
So daß das Podagra sogar
Satt bis zum höchsten Ekel war.

Die Spinne trat zum armen Mann
Indeß auch ihre Wallfahrt an.
Sie fand bei ihm ein freies Leben,
Fing an zu haspeln und zu weben
Nach Herzenslust mit Füßen, Händen
An Thüren, Fenstern, Balken, Wänden,
Und machte sich manch schönes Netz
Nach ihres Eigensinns Gesetz;
Rund mit viel Strahlen krumm und schief,
Gleich, ungleich, seltsam, flach und tief.

So herrschte sie im ganzen Haus,
Und Niemand stört' und trieb sie aus.
Als d'rauf die beiden Wanderer
Nach kurzer Zeit von ungefähr
Sich wieder sahn, da rühmten beide,
Mit welcher wahren Lust und Freude
Ihr Leben nun versüßet sey.
Jedwedes blieb der Herberg treu;
Vergnügen war auf beiden Seiten.

Und so wohnt noch zu unsern Zeiten
Die Spinne bei den Armen gern,
Das Podagra bei großen Herr'n.

Quelle:
Just Friedrich Wilhelm Zachariä: Anthologie aus den Gedichten von J. F. Wilh. Zachariä, Hildburghausen/ New York 1850–55, S. 59-64.

Der Jüngling und die Spinne

Der Jüngling vor sich mit wachsender Trunkenheit:

Sie liebt mich! Wie ich nun die Welt besitze
Ist über alle Worte, alle Träume:
Mir gilt es, daß von jeder dunklen Spitze
Die stillen Wolken tieferleucht'te Räume
Hinziehn, von ungeheurem Traum erfaßt:
So trägt es mich - daß ich mich nicht versäume!
Dem schönen Leben, Meer und Land zu Gast.
Nein! wie ein Morgentraum vom Schläfer fällt
Und in die Wirklichkeit hineinverblaßt,
Ist mir die Wahrheit jetzt erst aufgehellt:
Nicht treib ich als ein Gast umher, mich haben
Dämonisch zum Gebieter hergestellt
Die Fügungen des Schicksals: Junge Knaben
Sind da, die Ernst und Spiele von mir lernten,
Ich seh, wie manche meine Mienen haben,
Geheimnisvoll ergreift es mich, sie ernten
Zu sehn; und an den Ufern, an den Hügeln
Spür ich in einem wundervoll entfernten
Traumbilde sich mein Innerstes entriegeln
Beim Anblick, den mir ihre Taten geben.
Ich schaue an den Himmel auf, da spiegeln
Die Wolkenreiche, spiegeln mir im Schweben
Ersehntes, Hergegebenes, mich, das Ganze!
Ich bin von einem solchen großen Leben
Umrahmt, ich habe mit dem großen Glanze
Der schönen Sterne eine also nah
Verwandte Trunkenheit –
Nach welcher Zukunft greif ich Trunkner da?
Doch schwebt sie her, ich darf sie schon berühren:
Denn zu den Sternen steigt, was längst geschah,
Empor, und andre, andre Ströme führen
Das Ungeschehene herauf, die Erde
Läßt es empor aus unsichtbaren Türen,
Bezwungen von der bittenden Gebärde!

So tritt er ans offene Fenster, das mit hellem Mondlicht angefüllt und von den Schatten wilder Weinblätter eingerahmt ist. Indem tritt unter seinen Augen aus dem Dunkel eines Blattes eine große Spinne mit laufenden Schritten hervor und umklammert den Leib eines kleinen Tieres. Es gibt in der Stille der Nacht einen äußerst leisen, aber kläglichen Laut und man meint die Bewegungen der heftig umklammernden Glieder zu hören.

Der Jüngling
muß zurücktreten

Welch eine Angst ist hier, welch eine Not.
Mein Blut muß ebben, daß ich dich da sehe,
Du häßliche Gewalt, du Tier, du Tod!
Der großen Träume wundervolle Nähe
Klingt ab, wie irgendwo das ferne Rollen
Von einem Wasserfall, den ich schon ehe
Gehört, da schien er kühn und angeschwollen,
Jetzt sinkt das Rauschen, und die hohe Ferne
Wird leer und öd aus einer ahnungsvollen:
Die Welt besitzt sich selber, o ich lerne!
Nicht hemme ich die widrige Gestalt,
So wenig als den Lauf der schönen Sterne.
Vor meinen Augen tut sich die Gewalt,
Sie tut sich schmerzend mir im Herzen innen,
Sie hat an jeder meiner Fibern Halt,
Ich kann ihr - und ich will ihr nicht entrinnen:
Als wärens Wege, die zur Heimat führen,
Reißt es nach vorwärts mich mit allen Sinnen
Ins Ungewisse, und ich kann schon spüren
Ein unbegreiflich riesiges Genügen
Im Vorgefühl: ich werde dies gewinnen:
Schmerzen zu leiden, Schmerzen zuzufügen.
Nun spür ich schaudernd etwas mich umgeben,
Es türmt sich auf bis an die hohen Sterne,
Und seinen Namen weiß ich nun: das Leben.

Hugo von Hofmannsthal

Die hessische Spinnstube

"Selbst gesponnen, selbst gemacht, das ist die beste Bauerntracht." Dieses Wort ist eine alte Bauernregel von hoher Bedeutung. Es führt uns in das deutsche Kulturleben der früheren Jahrhunderte, in die Zeit, als noch die Kledung der Landbevölkerung hauptsächlich aus selbstgefertigten Woll- und Leinenstoffen gemacht und zum Teil auch nach eigenem Muster geschnitten und genäht wurde.

Dauerhaftigkeit und eine für die Arbeiten des Landmannes geeignete Form der Kleidung - diese Eigenschaft will obige Bauernregel rühmen und preisen. Lange Zeit ist sie auch befolgt worden. Frauen und Mädchen ließen während der langen Winterabende in den Spinnstuben ihr Spinnrad fleißig schnurren; denn der Hausfrauen Stolz war und ist es vielfach noch heute, die Schränke und Truhen stets gefüllt zu erhalten von "schimmernder Wolle und scheeigtem Leinen". Nicht nur zu Hemden, Tisch- und Bettzeug, nein, auch zu einem Teile der Oberbekleidung lieferte der Leinenschrank die notwendigen Stoffe, und der Mädchen eifriges Bemühen war es auch, dem zukünftigen Gatten einen reichen Vorrat an Leinen und Wolle als Mitgift in den neuen Hausstand zu bringen.

So blieben die Verhältnisse bis etwas über die Mitte des vorigen Jahrhunderts (Anm.: 19. Jahrhundert) hinaus. Da trat allmählich ein Umschwung ein. In Deutschland entstanden zahlreiche Fabriken zur Erzeugung für Leinen-, Woll- und Baumwollwaren. Besaßen die hier angefertigten Stoffe auch zum Teil einen erheblich geringeren Wert als die selbsterzeugten, so waren sie doch zu jeder Zeit zu einem mäßigen Preise erhältlich, und so hielten denn dieselben nach und nach ihren Einzug in jeder Familie in Stadt und Land.

Aber dazu kam noch ein anderer Umstand, der den hohen Wert der selbstgefertigten Stoffe und Kleidungsstücke in den Augen ihrer Erzeuger allmählich herabsetzte und immer geringer werden ließ. Es war die Geringschätzung, mit der viele Bewohner der Städte auf die alten bäuerlichen Trachten herabblickten.

Daß den Landmann diese Geringschätzung seiner Eigenart in Kleidung und Brauch verletzte und kränkte, ist leicht erklärlich. Die Folge davon war, daß er schließlich ihrer schämte und allmählich begann, sich von ihr zu trennen um das Gepräge des einfältigen und "tölpischen Bauern" zu verlieren; denn daß er in seiner bis dahin bewahrten Eigenart der Träger einer alten Kultur war, wußte er ebensowenig wie der spottende "geblildete" Städter. So verschwanden denn die malerischen Trachten, die sowohl ihren Trägern als auch der betreffenden Landschaft einen so großen Reiz verliehen, mehr und mehr. Wohl erschienen die Burschen bei ihrem Eintritt zum Militär noch vielfach in ihrer heimatlichen Tracht, doch bei ihrer Rückkehr ins elterliche Haus wandten sie sich gewöhnlich von dem verspotteten Formen ab. Nur die daheim bleibenden Mädchen behielten zumeist ihre Tracht bei und wurden somit die Träger und Erhalter der alten Kultur.

So wurde denn der Verbrauch und die Nachfrage nach dem heimatlichen Leinen immer geringer; der Anbau von Flachs ließ infolgedessen nach, und zu Anfang dieses Jahrhunderts war das Spinnrad bereits in zahlreichen Familien auf dem Lande ein unbekanntes Gerät. Da brach der große Krieg aus.

Der Bedarf der Lazarette an Leinen wuchs von Monat zu Monat; die vorhandenen Vorräte verschwanden zusehends, und der Preis des Leinens steigerte sich bald zu ungeahnter Höhe. Die Zufuhr von Rohstoffen aus dem Auslande wurde durch die Blockade unterbunden, und die Not nahm einen immer bedrohlicheren Charakter an. Da kehrte der Landmann zum Anbau von Flachs zurück, und im Sommer 1919 sah man wieder auf zahlreichen Äckern die lieblichen blauen Blüten des Pflänzchens der Mädchen im Winde sich wiegen. Die fast vergessenen Spinnräder kamen wieder zu Ehren, und auch die Spinnstube erwachte zu neuem Leben und Ansehen. Versuchen wir nun, diese alte und segensreiche Einrichtung etwas näher kennen zu lernen.

Spinnstube nannte man eine Vereinigung oder ein Kränzchen junger Mädchen, die an den langen Winterabenden an einem bestimmten Orte zum Zwecke des Spinnens sich versammeln. Gewöhnlich sind es die Mädchen gleichen Alters, welche in Gruppen oder Rotten sich zusammenfinden und außer Sonnabends an jedem Abend sich vereinigen. Kurz nach dem 1. November, dem ehemaligen langen Bettage, wird die Spinnstube "festgemacht", d.h. es wird ein Haus bestimmt, in welchem dieselbe stattfinden soll; doch geht man an manchen Orten auch abwechselnd in die Häuser der sich beteiligenden Mädchen. Spinnen bildet natürlich die Hauptbeschäftigung an den Abenden; doch kommen auch andere wichtige häusliche Handarbeiten, wie Stricken und Nähen, Sticken und Flicken, zu gebührender Ehre. Während des Winters wird das Spinnrad in schönster Ordnung gehalten; der Flachs wird am Rocken durch ein reichverziertes, buntes Band umwunden und festgehalten.

Obwohl die Mädchen zu fleißiger Arbeit zusammenkommen, so erscheinen sie doch jederzeit schmuck, sauber und nett; denn an einigen Abenden der Woche gesellen sich zu ihnen die gleichaltrigen Burschen, und nun wird die Arbeit mit Scherz, Lust und anziehenden Erzählungen gewürzt. Auc wird alllerlei Neckerei und Schabernack geübt, so, wenn den Mädchen der Spinnfaden reißt und ihm nun ein Bursche zur Strafe den Rocken raubt, der dann gewöhnlich nur durch einen Kuß eingelöst werden kann; doch wird derselbe nicht so offen gegeben, wie zwischen Bräutigam und Braut, sondern wie eines der anwesenden Mädchen bestimmt, etwa durch das Geflecht eines Rohrstuhles, durch ein Taschentuch und dgl. An bestimmten Abenden, oder wenn die Arbeit es erlaubt, werden auch Spiele und Tänze veranstaltet, und unter Begleitung der Zieh- oder Mundharmonka erklingen die beliebtesten Volkslieder.

Wohl manches derselben ist auf den Boden der Spinnstuben entstanden, und so ist dieselbe nicht nur eine Stätte rühriger Arbeit, sondern auch eine Pflegerin der Poesie und des Gesanges gewesen und somit als wichtige Förderin der Kultur zu bezeichnen. Steht sie so einerseits im Dienste steter Entwicklung, so ist sie andererseits wieder eine treue Erhalterin und Bewahrerin uralter Kultur; denn Glaube, Sitte und Brauch der germanischen Vorzeit haben sich gerade in ihr überaus fest und sicher erhalten und von Geschlecht zu Geschlecht sich weitergeerbt. Noch steht in ihr die Frau Holle, Wodans Gemahlin, als Beschützerin der häuslichen Ordnung und Ehre in hohem Ansehen. Mit der Feier der Wintersonnenwende begann für die alten Germanen eine zwölftägige Festzeit, denn der unbesiegbare große Sonnengott kehrte nun wiede rzurück und brachte neues Leben und neue Freude in die Natur und die Herzen der Menschen. Jetzt beginnt Frau Holle ihren Umzug, um die Fluren zu segnen und Fleiß und Ordnung entsprechend zu belohnen. Darum wird jetzt von den Mädchen der Rocken reichlich und sauber mit Flachs oder Werg versehen und schön umwunden. Beim Anblick desselben sagt dann Frau Holle erfreut:

So manches Haar,
so manches gute Jahr.

"Zwischen den Jahren" wird das Spinnrad nicht berührt. Aber nach dieser Zeit kehrt Frau Holle wieder zurück, und daher wird jetzt der Rocken abgesponnen. Findet Frau Holle noch Flachs an demselben, dann zürnt sie und spricht:

So manches Haar,
so manches böse Jahr.

Leider sind die alten Lieder, in denen der Frau Holle gedacht wurde, jetzt verklungen und vergessen.

Bestimmte Tage des Winters werden in der Spinnstube durch eine besondere Feier ausgezeichnet. So wird in der Nacht vom 20. zum 21. Dezember die "Lange Nacht" gefeiert. Gegen das Ende der Spinnstubenzeit, wenn die Hauptarbeit geschehen ist, geht es in der Rotte oder im Chor, wie man sagt, ganz besonders fröhlich zu.

Am Matthiastage (24. Februar) sucht man durch allerlei Bräuche die Zukunft zu erforschen; denn dieser Tag gilt als vornehmlich geeignet, über den dereinstigen Lebensgefährten und die Zeit der Verehelichung etwas Näheres zu erfahren. Eine Hauptfeier findet an vielen Orten zu Fastnacht statt, wo die Mädchen abends unter dem Rufe "Flachs gerat" mit Leinknoten gefüllte Töpfe vor die Türden der verwandten und befreundeten Familien werfen. An diesem Abend bringen die Mädchen Kaffee, Zucker und Kuchen, Eier, Speck und Würste mit und bereiten ein leckeres Mahl, zu dem dann die Burschen reichlich Getränke mitliefern. Nach dem Essen wird munter getanzt.

Auch um Lichtmeß geht es wieder sehr fröhlich her. Am Sonntag nach Lichtmeß darf abends kein Licht mehr angesteckt werden, weil sonst der Flachs nicht gut gerät. Am letzten Abend der Spinnstube wird das "Licht vertrunken"; das ist eine Feier, die ihren Namen aus der Zeit führt, in der man noch das Tran- oder Hängelicht brannte. Jede Spinnstube besaß nämlich ehedem ihr eigenes Licht, das am Ende der Spinnstubenzeit verkauft wurde. Der Elrös lieferte dann zu einem Abschiedsschmause die nötigen Getränke.

aus Carl Hessler: „Sagenkranz aus Hessen-. Nassau"

Die drei Spinnerinnen

Es war ein Mädchen faul und wollte nicht spinnen, und die Mutter mochte sagen, was sie wollte, sie konnte es nicht dazu bringen. Endlich überkam die Mutter einmal Zorn und Ungeduld, daß sie ihm Schläge gab, worüber es laut zu weinen anfing. Nun fuhr gerade die Königin vorbei, und als sie das Weinen hörte, ließ sie anhalten, trat in das Haus und fragte die Mutter, warum sie ihre Tochter schlüge, daß man draußen auf der Straße das Schreien hörte. Da schämte sich die Frau, daß sie die Faulheit ihrer Tochter offenbaren sollte, und sprach: "Ich kann sie nicht vom Spinnen abbringen, sie will immer und ewig spinnen, und ich bin arm und kann den Flachs nicht herbeischaffen." Da antwortete die Königin: "Ich höre nichts lieber als spinnen und bin nicht vergnügter, als wenn die Räder schnurren. Gebt mir Eure Tochter mit ins Schloß, ich habe Flachs genug, da soll sie spinnen, soviel sie Lust hat." Die Mutter war's von Herzen gerne zufrieden, und die Königin nahm das Mädchen mit.

Als sie ins Schloß gekommen waren, führte sie es hinauf zu drei Kammern, die lagen von unten bis oben voll vom schönsten Flachs.

"Nun spinn mir diesen Flachs", sprach sie, "und wenn du es fertigbringst, so sollst du meinen ältesten Sohn zum Gemahl haben; bist du gleich arm, so acht ich nicht darauf, dein unverdroßner Fleiß ist Ausstattung genug." Das Mädchen erschrak innerlich, denn es konnte den Flachs nicht spinnen, und wär's dreihundert Jahre alt geworden und hätte jeden Tag vom Morgen bis Abend dabeigesessen. Als es nun allein war, fing es an zu weinen und saß so drei Tage, ohne die Hand zu rühren. Am dritten Tage kam die Königin, und als sie sah, daß noch nichts gesponnen war, verwunderte sie sich, aber das Mädchen entschuldigte sich damit, daß es vor großer Betrübnis über die Entfernung aus seiner Mutter Haus noch nicht hätte anfangen können. Das ließ sich die Königin gefallen, sagte aber beim Weggehen: "Morgen mußt du mir anfangen zu arbeiten."

Als das Mädchen wieder allein war, wußte es sich nicht mehr zu raten und zu helfen und trat in seiner Betrübnis vor das Fenster. Da sah es drei Weiber herkommen, davon hatte die erste einen breiten Plattfuß, die zweite hatte eine so große Unterlippe, daß sie über das Kinn herunterhing, und die dritte hatte einen breiten Daumen. Die blieben vor dem Fenster stehen, schauten hinauf und fragten das Mädchen, was ihm fehlte. Es klagte ihnen seine Not, da trugen sie ihm ihre Hilfe an und sprachen: "Willst du uns zur Hochzeit einladen, dich unser nicht schämen und uns deine Basen heißen, auch an deinen Tisch setzen, so wollen wir dir den Flachs wegspinnen, und das in kurzer Zeit."

"Von Herzen gern", antwortete es, "kommt nur herein und fangt gleich die Arbeit an."

Da ließ es die drei seltsamen Weiber herein und machte in der ersten Kammer eine Lücke, wo sie sich hinsetzten und ihr Spinnen anhuben. Die eine zog den Faden und trat das Rad, die andere netzte den Faden, die dritte drehte ihn und schlug mit dem Finger auf den Tisch, und sooft sie schlug, fiel eine Zahl Garn zur Erde, und das war aufs feinste gesponnen. Vor der Königin verbarg sie die drei Spinnerinnen und zeigte ihr, sooft sie kam, die Menge des gesponnenen Garns, daß diese des Lobes kein Ende fand. Als die erste Kammer leer war, ging's an die zweite, endlich an die dritte, und die war auch bald aufgeräumt. Nun nahmen die drei Weiber Abschied und sagten zum Mädchen: "Vergiß nicht, was du uns versprochen hast, es wird dein Glück sein."

Als das Mädchen der Königin die leeren Kammern und den großen Haufen Garn zeigte, richtete sie die Hochzeit aus, und der Bräutigam freute sich, daß er eine so geschickte und fleißige Frau bekäme, und lobte sie gewaltig.

"Ich habe drei Basen", sprach das Mädchen, "und da sie mir viel Gutes getan haben, so wollte ich sie nicht gern in meinem Glück vergessen. Erlaubt doch, daß ich sie zu der Hochzeit einlade und daß sie mit an dem Tisch sitzen." Die Königin und der Bräutigam sprachen: "Warum sollen wir das nicht erlauben?"

Als nun das Fest anhub, traten die drei Jungfern in wunderlicher Tracht herein, und die Braut sprach: "Seid willkommen, liebe Basen."

"Ach", sagte der Bräutigam, "wie kommst du zu der garstigen Freundschaft?" Darauf ging er zu der einen mit dem breiten Plattfuß und fragte: "Wovon habt Ihr einen solchen breiten Fuß?"

"Vom Treten", antwortete sie, "vom Treten." Da ging der Bräutigam zur zweiten und sprach: "Wovon habt Ihr nur die herunterhängende Lippe?"

"Vom Lecken", antwortete sie, "vom Lecken."

Da fragte er die dritte: "Wovon habt Ihr den breiten Daumen?"

"Vom Fadendrehen", antwortete sie, "vom Fadendrehen." Da erschrak der Königssohn und sprach: "So soll mir nun und nimmermehr meine schöne Braut ein Spinnrad anrühren." Damit war sie das böse Flachsspinnen los.

Gebrüder Grimm

Spinn, spinn, meine liebe Tochter

...
Ich kauf dir´n paar Schuh."
"Ja, ja, meine liebe Mutter
auch Schnallen dazu;
Ich kann ja nicht spinnen
es schmerzt mich mein Finger
und tut und tut und tut mir so weh."

"Spinn, spinn, meine liebe Tochter,
Ich kauf dir n Paar Strümpf."
"Ja, ja, meine liebe Mutter,
Schön Zwickeln darin;
Ich kann ja nicht spinnen
es schmerzt mich mein Finger,
und tut und tut und tut mir so weh."

"Spinn, spinn, meine liebe Tochter,
Ich kauf dir ein Kleid."
"Ja, ja, meine liebe Mutter,
nicht zu lang und nicht zu weit;
Ich kann ja nicht spinnen
es schmerzt mich mein Finger,
und tut und tut und tut mir so weh."

"Spinn, spinn, meine liebe Tochter,
Ich kauf dir einen Mann."
"Ja, ja, meine liebe Mutter,
dann streng ich mich an;
Ich kann ja schon spinnen
es schmerzt mich kein Finger,
und tut und tut und tut nicht mehr weh."

Die faule Spinnerin

Auf einem Dorfe lebte ein Mann und eine Frau, und die Frau war so faul, daß sie immer nichts arbeiten wollte, und was ihr der Mann zu spinnen gab, das spann sie nicht fertig, und was sie auch spann, haspelte sie nicht, sondern liess alles auf dem Klauel gewickelt liegen. Schalt sie nun der Mann, so war sie mit ihrem Maul doch vornen, und sprach: "Ei, wie sollt ich haspeln, da ich keinen Haspel habe, geh du erst in den Wald, und schaff mir einen." - "Wenn's daran liegt", sagte der mann, "so will ich in den Wald gehen und Haspelholz holen." Da fürchtete sich die Frau, wenn er das Holz hätte, daß er daraus einen Haspel machte, und sie abhaspeln und dann wieder frisch spinnen müßte. Sie besann sich ein bischen, da kam ihr ein guter Einfall, und sie lieft dem Manne heimlich nach in den Wald. Wie er nun auf einen Baum gestiegen war, das Holz auszulesen und zu hauen, schlich sie darunter in das Gebüsch, wo er sie nicht sehen konnte und rief hinauf:

"Wer Haspelholz haut, der stirbt,

Wer das haspelt, der verdirbt."

Der Mann horchte, legte die Axt eine Weile nieder und dachte nach, was das wohl zu bedeuten hätte. "Ei was," sprach er endlich, "was wird's gewesen sein! Es hat dir in den Ohren geklungen, mache dir keine unnötige Furcht." Also ergriff er die Axt von neuem und wollte zuhauen, da rief's wieder von unten herauf:

"Wer Haspelholz haut, der stirbt,

Wer das haspelt, der verdirbt."

Er hielt ein, kriegte Angst und Bang und sann dem Ding nach. Wie aber ein Weilchen vorbei war, kam ihm das Herz wieder, und er langte zum drittenmal nach der Axt und wollte zuhauen. Aber zum drittenmale rief's und sprach's laut:

"Wer Haspelholz haut, der stirbt,

Wer das haspelt, der verdirbt."

Da hatte er's genug, und alle Lust war ihm vergangen, so daß er eilends den Baum herunterstieg und sich auf dem Heimweg machte. Die Frau lief, was sie konnte, auf Nebenweben, damit sie eher nach Haus käme. Wie er nun in die Stube trat, tat sie unschuldig, als wäre nichts vorgefallen, und sagte: "Nun, bringst du ein gutes Haspelholz?" - "Nein," sprach er, "ich sehe wohl, es geht mit dem Haspeln nicht," erzählte ihr, was ihm im Walde begegnet war und ließ sie von nun an damit in Ruhe.

Bald hernach fing der Mann doch wieder an, sich über die Unordnung im Hause zu ärgern. "Frau," sagte er, "es ist doch eine Schande, daß das gesponnene Garn da auf dem Klauel liegen bleibt." - "Weißt du was," sprach sie, "weil wir doch zu keinem Haspel kommen, so stell dich auf den Boden, und ich steh unten, da will ich dir den Klauel hinauf werfen, und du wirfst ihn herunter, so gibt's doch einen Strang." - "Ja, das geht," sagte der Mann. Also taten sie das, und wie sie fertig waren, sprach er: "Das Garn ist nun gesträngt, nun muß es auch gekocht werden." Der Frau ward wieder angst, sie sprach zwar: "Ja, wir sollenÄs gleich morgen früh kochen", dachte aber bei sich auf einen neuen Strich. Frühmorgens stand sie auf, machte Feuer an und stellt den Kessel bei, allein statt des Garns legte sie einen Klumpen Werg hinein und ließ es immerzu kochen. Darauf ging sie zum Manne, der noch zu Bette lag, und sprach zu ihm:" Ich muß einmal ausgehen, steh derweil auf und sieh nach dem Garn, das im Kessel überm Feuer liegt; aber du mußt's beizeiten tun, gib wohl acht, denn wo der Hahn kräht, und du sähest nicht nach, wird das Garn zu Werg. Der Mann war bei der Hand und wollte nichts versäumen, stand eilensds auf, so schnell er konnte, und ging in die Küche. Wie er aber zum Kessel kam und hinein sah, so erblickte er mit Schrecken nichts als einen Klumpen Werg. Da schwieg der arme Mann mäuschenstill, dachte, er hätt's versehen und wäre schuld daran und sprach in Zukunft gar nicht mehr von Garn und Spinnen. Aber das mußt du selbst sagen, es war eine garstige Frau.

nach den Gebrüdern Grimm

Spinnerlied

Spinn, spinn

Mägdelein in dunkler Nacht
Traurig bei dem Spinnrad wacht;
Draußen froh das Bächlein sprang,
Braust der Wind und's Vöglein sang.

Röslein, man holt dich heim,
Ich bleib sehnend hier allein,
Zeiten flieh'n 's geht Jahr um Jahr
Steh' als Braut nie am Altar!

Spinn, spinn, spinn Tochter mein,
Morgen kommt der Freier dein,
Mägdlein spann, die Träne rann,
Niemals kam der Freiersmann.

Spinnerlied

von Gottfried August Bürger

Spinnerlied

Hurre, hurre, hurre!
Schnurre, Rädchen, schnurre!
Trille, Rädchen, lang und fein,
Trille fein ein Fädelein,
Mir zum Busenschleier.

Hurre, hurre, hurre!
Schnurre, Rädchen, schnurre!
Weber, webe zart und fein,
Webe fein das Schleierlein,
Mir zur Kirmesfeier.

Hurre, hurre, hurre!
Schnurre, Rädchen, schnurre!
In und außen blank und rein,
Muß des Mädchens Busen sein,
Wohl deckt ihn der Schleier.

Hurre, hurre, hurre!
Schnurre, Rädchen, schnurre!
In und außen blank und rein,
Fleißig, fromm und sittsam sein,
Locket wackre Freier.

Spinnerlied

aus "des Knaben Wunderhorn"

Spinn, Mägdlein, spinn!
So wachsen dir die Sinn;
Wachsen dir die gelben Haar,
Kommen dir die kluge Jahr!

Ehr, Mägdlein, ehr
Die alte Spinnkunst sehr;
Adam hackt und Eva spann,
Zeigen uns die Tugendbahn.

Lieb, Mägdlein, lieb
Der Hanna ihren Trieb;
Wie sie mit der Spindel kann
Nähren ihren blinden Mann.

Preis, Mägdlein, preis
Der Mutter Gottes Fleiß;
Diese heilge Himmelskron
Spann ein Röcklein ihrem Sohn.
Sing, Mägdlein, Sing
Ud sei fein guter Ding;
Fang dein Spinnen lustig an,
Mach ein frommes End daran.

Lern, Mägdlein, lern,
So hast du Glück und Stern;
Lerne bei dem Spinnen fort
Gottesfurcht und Gotteswort.

Glaub, Mägdlein, glaub,
Dein Leben ist nur Staub;
Das du kömmst so schnell ins Grab,
Als dir bricht der Faden ab.

Lob, Mägdlein, lob,
Dem Schöpfer halte Prob;
Daß dir Glaub und Hoffnung wachs
Wie dein Garn und wie dein Flachs.

Dank, Mägdlein, dank
Dem Herrn, daß du nicht krank,
Daß du kannst fein oft und viel
Treiben dieses Rockenspiel.
Dank, Mägdlein, dank!

...

Die spinnen, die Römer!
Seemannsgarn spinnen
Pfui Spinne / Teufel!
immer den gleichen Faden spinnen
sich spinnefeind sein
Spinne am Abend - erquickend und labend.
Spinne am Morgen - vertreibt alle Sorgen.
Der Spinne ins Netz gehen
Die Not lehrt die nackte Frau das Spinnen.
The spider and the fly can’t make a deal. (Jamaika)
Man muß die spinne töten, wenn man das spinnennetz loswerden will. herkunft. (Malta)
Das eigene Schicksal spinnen
Faule Mädchen spinnen schlimme Fäden

Woher kommt das Wort spinnen?
Vom Gotischen "Spinnan", was in etwa "sich schnell drehend" bedeutet.

Spinnen ist Pflicht: Querdenken und Neues

Gebundene Ausgabe: 245 Seiten
Verlag: Moderne Verlagsges. Mvg; Auflage: 1 (Februar 2004)
Sprache: Deutsch

Meyer-Grashorn, Anke: Spinnen ist Pflicht: Querdenken und Neues schaffen. – Frankfurt a.M: mvg, 2004. – ISBN: 3-4787-3420-7

Produktbeschreibungen
Handelsblatt, 16.10.2004
Munter geschrieben. Kreativ und unorthodox. Diese unbekümmerte Ernsthaftigkeit ist es, die das Buch so lesenswert für den kleinen Freiraum zwischendurch macht und die es von den nervtötenden "Anything-Goes"-Parolen wohltuend unterscheidet.

Psychologie heute, September 2004
In ihrem informativen und nützlichen Buch bietet die Autorin Hilfe zur Selbsthilfe, wie wir unser eigenes Spinnen weiterspinnen können. Spinnen ist, so überzeugt das Buch, eine notwendige Methode der Problemlösung.

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Was Tausendfüßer und Spinne über die Menschen denken

Tausendfüßer und Spinne waren Freunde und gingen oft zusammen aus. Als sie eines Tages im Gespräch beieinander saßen, sprach der Tausendfüßer zur Spinne: "Mein lieber Freund, Lass dir von mir sagen, dass die Menschen ganz bestimmt taub sind." Höflich erkundigte sich die Spinne: "Was kannst du mir von der Taubheit der Menschen berichten?" Da begann der Tausendfüßer zu sprechen: "Nun, folgendes, hör zu. Dem Menschen muss man erst auf dem Körper herumtrampeln, bis er sagt: 'Da ist ein Tausendfüßer. ' Dabei höre ich doch bei jedem Schritt meine Füße stampfen. Laut wie ein Dampfer, der in Fahrt ist, stampfen sie. Es macht: 'Uch! Uch! Uch!' Aber die Menschen bemerken den Lärm einfach nicht." - "Mein Freund, du sprichst die Wahrheit!" antwortete die Spinne, als sie ihn angehört hatte. Darauf erzählte sie dem Tausendfüßer: "Weißt du, Freund, ich glaube, die Menschen sind nicht nur taub, sondern außerdem noch blind. Habe ich mir nämlich ein Haus gebaut, die Wände, die Veranda, alles ist fertig, dann kommen die Menschen, stolpern über die Schwelle, fallen durch die Tür. Und doch sagen sie nicht: 'Ach, ach, das Netz der Spinne umgibt mich!' Mit den Händen zerreißt der Mensch, was ich gebaut habe, und zerstört es völlig. Ich selbst laufe dann immer schnell fort und lasse mich ins Gras fallen. Danach suche ich mir einen anderen Platz für ein neues Netz. Aber ich sage dir, die Menschen sind blind, sie sehen überhaupt nichts." Und der Tausendfüßer pflichtete ihr bei und nickte.

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Eine Spinne will gern Honig machen

Es kommt einmal eine Spinne zu einer honigtragenden Biene und spricht: "Wenn du mich wolltest mit dir in deinen Stock nehmen, so wollte ich ebenso wie du, ja wohl noch besser, Honig machen." Die Biene will es mit der Spinne versuchen und führt sie mit sich in den Bienenkorb; da aber die Spinne nichts dergleichen machen kann, verdrießt es die Biene; sie setzt ihren Stachel auf die Spinne und sticht sie, dass sie davon stirbt. Als die Spinne sah, was sie mit ihrer Verwegenheit angerichtet hatte, sagte sie zu sich selbst: "Ich habe dieses Unglück und diese Strafe wohl verdient, denn da ich doch nicht einmal Wachs zu machen verstehe, warum unterstand ich mich dann, Honig machen zu wollen?" - Hiermit wird zu verstehen gegeben, dass es viele Leute gibt, die sich in anderer Geschäfte mischen und meinen, sie verstanden es gar wohl; wenn es aber auf die Probe ankommt, so ist nichts hinter ihnen, und es ist billig, dass sie dafür ihren verdienten Lohn empfangen.

gefunden auf http://www.hekaya.de/

Arachnologie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie http://de.wikipedia.org

Arachnologie (von griechisch: άράχνιον (arachnion) „Spinnengewebe“[1] und -logie) ist die Wissenschaft von den Spinnentieren und ein Gebiet der speziellen Zoologie (Biologie).

Die Arachnologie untersucht

* Spinnentiere (Arachnida als Klasse der Kieferklauenträger)
o Webspinnen (Aranea)
o Weberknechte (Opiliones)
o Walzenspinnen (Solifugae)
o Pseudoskorpione (Pseudoscorpiones)
o Skorpione (Scorpiones)
o Geißelskorpione
o Milben, Zecken (Acari und Ixodes)
o Geißelspinnen (Amblypygi)


Die Arachnologie untersucht u.a. Anatomie Lebensweise, ökologisches Verhalten, Vorkommen und Verbreitung der Spinnentiere, Skorpione und Weberknechte.

Wahrscheinlich wegen der weitverbreiteten Abneigung gegenüber Spinnen (Arachnophobie) ist der Forschungsstand dieser Disziplin im Vergleich zu anderen Fachgebieten der speziellen Zoologie weniger weit gediehen. Da Spinnentiere jedes terrestrische Ökosystem besiedeln und sogar im Wasser leben, zudem die Arten und Unterarten von der Familien weltweit verbreitet leben und sehr hohe Spezialisierungsgrade unterschiedlicher Ausrichtungen aufweisen, besteht erheblicher Forschungsbedarf: Es ist anzunehmen, dass selbst in Mitteleuropa immer noch nicht alle Arten beschrieben wurden.

Weblinks

Der Spieler und der Truthahn

Märchen der Jicarilla-Apachen
Lange ist es her, da lebte einmal ein Mann, der stets sein Glück versuchen mußte, daher nannten ihn die Leute den Spieler. Überall, wo die Männer zum Glücksspiel zusammenkamen, war auch er nicht weit, aber er hatte kein Glück, sosehr er sich auch mühte. Nach und nach verlor er alles, was er besaß, und nur ein zahmer Truthahn war ihm geblieben, der ihm überall nachfolgte. Infos zu den Kuenstlern unter www. artnatam.com

Eines Tages, so erzählt man, hörte der Truthahn, wie sich einige Verwandte über das Lotterleben des Spielers unterhielten: "Wir wollen ihm noch einmal Gelegenheit geben zu gewinnen. Wenn er wieder verliert, müssen wir ihn umbringen, denn es geht nicht an, daß er weiterhin auf unsere Kosten lebt und unser Eigentum verspielt." Der Truthahn berichtete dem Spieler, was er vernommen hatte, und als dieser wiederum im Spiel verlor, schlug der Vogel vor, daß sie sich aus dem Staube machen sollten, bevor es zu spät sei. Sie sagten niemandem von ihren Plänen, verließen das Dorf und wanderten zum Fluß hinunter. Dort angekommen, sprach der Truthahn: "Geh und suche eine dicke Fichte aus, die nicht zu weit vom Ufer steht, ich will derweil zum Biber gehen und ihn um seine Werkzeuge bitten. Dann schwimmen wir auf dem Stamm den Fluß hinunter."

Am nächsten Morgen machte sich der Spieler an die Arbeit, um den Fichtenstamm zu fällen. Als es Abend wurde, war der Stamm beinahe am Umfallen. Da sagte sich der Spieler: "Den Rest mache ich am Morgen, jetzt ist es genug. Man soll nicht zuviel Arbeit auf einmal bewältigen wollen." Er hatte nämlich herausgefunden, daß Bäumefällen schwieriger als Spielen war. Als der Spieler am nächsten Morgen zurückkehrte, stand der Stamm gerade und unversehrt am Ufer, als ob er nie etwas von einem Beile gespürt habe. Wieder machte sich der Mann an die Arbeit, wieder blieb ein Rest für den nächsten Tag, und zu seinem großen Erstaunen stand am Morgen der Stamm wiederum unbeschädigt am Ufer. Auch am dritten Tage erging es ihm nicht anders. Als er am vierten Tage wieder bei der Arbeit war, diesmal fest entschlossen, nicht aufzuhören, bevor der Stamm am Boden lag, hörte er mit einem Male eine Stimme hinter sich: "Was machst du mit meinen Bäumen?" Erstaunt sah sich der Spieler um, wer ihn wohl belauscht haben könnte, und da stand der Schwarze Geist vor ihm, der, der die Erde geschaffen hat! "

Den Stamm brauche ich, um den Fluß hinunterzuschwimmen bis zu dem Punkt, wo das Wasser nicht mehr weiterfließt." Schwarzer Geist half dem Spieler bei der Arbeit, schnitt den Stamm mit einem Schlag auf die richtige Länge zu und setzte dann die Baumkrone wieder auf den Stumpf. Beide wuchsen sogleich zusammen, ein neuer Stamm erschien, und bald darauf stand die Fichte wieder unversehrt an ihrer Stelle am Flußufer. "Niemand soll fortan einen meiner Bäume fällen, ohne meine Zustimmung zu haben", sprach der Schwarze Geist, "denn alle Bäume sind mein seit Anbeginn." Seitdem beten die Apachen zum Schwarzen Geist, ehe sie einen seiner Bäume anrühren. Als der Stamm am Boden lag, kam dem Spieler ein neuer Gedanke. Er würde die Stromschnellen in der Schlucht des donnernden Wassers kaum überleben, wenn er rittlings auf dem Stamme den Fluß hinuntertrieb. Verkröche er sich jedoch in einen hohlen Stamm, so überlegte er, dann würde das Holz seinen Körper umgeben wie der harte Knochen das weiche Mark. So bat der Spieler den Schwarzen Geist um Rat, wie er den Stamm wohl aushöhlen könne. Dieser rief sogleich die Spechte herbei und trug ihnen auf, den Stamm nach den Wünschen des Spielers auszuhöhlen. Als sich die Spechte an die Arbeit machten, sprach der Schwarze Geist zum Spieler: "Da du von ihnen Hilfe gefordert hast, mußt du ihnen auch einen Lohn geben. Geh und suche etwas, was den Spechten gefallen könnte." Nach einer Weile kehrte der Spieler mit schwarzen, blauen, gelben, weißen und roten Steinperlen zurück, die er den Spechten als Lohn für ihre Arbeit gab. Seitdem tragen die Spechte bunte Kleider, die mit Perlenstickereien verziert sind. Der Schwarze Geist aber war mit einigen blauen Blumen zufrieden, die der Truthahn gesammelt hatte.

Nun war der Stamm zur Reise bereit, und der Spieler kroch in sein seltsames Gefährt. Truthahn aber bat sogleich die Spinnen, die Öffnung zu verschließen. Da kamen aus den vier Himmelsrichtungen die schwarze Spinne, die blaue Spinne, die gelbe Spinne und die weiße Spinne, um dem Spieler zu helfen. Während die Spinnen sich an die ihnen übertragene Arbeit machten, rief der Truthahn die Schwalbe. Die schwarze Spinne hatte derweil ein schwarzes Netz gesponnen, darüber spann die zweite ein blaues Gewebe, dann folgte ein gelbes Netz, über das die weiße Spinne ihr schimmerndes Gespinst befestigte. Kaum war das letzte Netz vollendet, als auch schon die Schwalbe damit begann, eine feste Lage Schlamm über die Öffnung zu mauern, durch die kein Wasser zu dringen vermochte. Der Truthahn hatte mittlerweile dem Biber sein Werkzeug zurückgebracht und ihn gebeten, den Stamm ins Wasser zu rollen, da er ja in diesen Dingen Erfahrung habe: Sogleich beeilte sich der Biber, diesen Wunsch zu erfüllen, und rollte den ausgehöhlten Stamm in den Fluß. Rasch trieb er in der Strömung davon. Der Truthahn folgte am Ufer und ließ den Stamm nicht aus den Augen. Ohne Unterlaß trug das Wasser den Spieler seinem unbekannten Ziele zu.

Vier Tage und vier Nächte reiste er in dem seltsamen Gefährt den Fluß hinab, und an jedem der vier Tage hatte er ein neues Hindernis zu überwinden. Am Mittag des ersten Tages ergriff das Wasserungeheuer den Stamm und wollte ihn nicht fortlassen. Erst als der Truthahn ihm Früchte anbot, ließ es den Stamm fahren. Am zweiten Tage fischten die Klippenleute, die in den Geisterstädten der großen Höhlen wohnen, den Stamm aus dem Wasser. Wieder hatte der Truthahn große Mühe, sie zu überreden, den Stamm weiterzulassen. Am dritten Tage hielt Otter den Stamm auf, und am vierten Tage endlich sah Kabaskin, der Geist des Wassers, dem alle Wasser der Erde gehören, den schwimmenden Baumstamm und verlangte eine Belohnung, wenn er ihn passieren ließ. Weiter schwamm der Spieler im hohlen Holze, denn Kabaskin ließ den Stamm schließlich in die Schlucht des donnernden Wassers treiben. Kabaskin, der Geist des Wassers, der dort in jener Schlucht seine Wohnung hatte, ist allmächtig. Nichts geschieht, ohne daß Kabaskin davon erfährt. Das Wasser, das ihm gehört, fließt rings um die ganze Welt, die eine Insel ist. So sieht Kabaskin alles, hört alles, weiß alles und wird von allen verehrt, denn niemand kann ohne das Wasser leben. Auch der Truthahn hatte ihn mit großer Ehrfurcht behandeln müssen, damit er am Ende den Spieler fortließ.

Schließlich erfaßte ein Wirbel den Stamm und trieb ihn ans Ufer. Da rief der Truthahn: "Der-auf-dem-Wassertreibt, wir sind da!" Sogleich befreite sich der Spieler, der von nun an einen neuen Namen hatte, aus dem Stamme, besah sich den Fluß und den Berg am anderen Ufer und dachte dabei: "Diese Stelle gefällt mir. Hier möchte ich bleiben und einen Garten pflanzen." Der Truthahn aber antwortete auf diesen Gedanken: "Vom Denken allein wächst nichts, die Saat habe ich bei mir. Nimm den Grabstock und brich den Boden auf, dann wollen wir pflanzen." Erstaunt begann der Mann mit der Arbeit, und bald hatte er ein großes Stück ebenes Land umgebrochen. Darauf stellte sich der Truthahn im Osten auf und lief die Kante des Feldes entlang. Überall blieben schwarze Maiskörner zurück. Als er die südliche Kante entlanglief, war dort mit einem Male blauer Mais. Im Westen lag kurz darauf gelber Mais am Boden, während im Norden Bohnen, Kürbiskerne und Tabaksamen in die umgebrochene Erde fielen. Denn der Truthahn ist seit alters her der Herr aller Saaten. Sorgsam bettete der Mann die Samenkörner in die Erde. Dann war sein Feld bestellt, und Der-auf-dem-Wasser-treibt schlug in der Nähe sein Lager auf. Schon nach zwölf Tagen trugen seine Pflanzen, und die Ernte konnte beginnen. Wieder hatte der Truthahn seine Hand im Spiele gehabt. Nur der Tabak sollte bis zum nächsten Tage stehenbleiben. Abends, nach der Ernte, saß der Mann mit dem Truthahn am Ufer und blickte über den Fluß nach Osten. Mit einem Male glaubte er dort einen Lichtschimmer zu sehen. Lange dachte er darüber nach, wer wohl am jenseitigen Ufer sein Lager haben mochte. Gleich am nächsten Morgen begab er sich über den Fluß, um nachzusehen, aber er konnte niemanden entdecken. In der folgenden Nacht sah er wiederum Licht, als ob dort ein Feuer unterhalten würde. Wieder sah er am anderen Morgen nach und kehrte am Mittag erfolglos zurück zu seinem Garten. In der dritten Nacht sah er ganz deutlich, daß dort am anderen Ufer ein Feuer brannte, aber alles Suchen blieb vergeblich.

Zu dieser Zeit hatte er auch seinen Tabak geerntet, von dem er nun stets einen Beutel voll bei sich trug. In der vierten Nacht wiederholte sich der Lichtschein, und diesmal beschloß der Mann, ganz sicherzugehen. Er nahm einen gegabelten Ast und steckte ihn so in den Boden, daß er den Lichtschein durch die Astgabel beobachten konnte. Am nächsten Morgen sah er durch die Astgabel und merkte sich genau die Stelle, an der das Feuer gebrannt haben mußte. Dann setzte er über den Fluß in der festen Absicht, herauszufinden, was es mit dem nächtlichen Lichtschein für eine Bewandtnis habe. Als er sich der Stelle näherte, sah er ein junges Mädchen, das an einem Bache damit beschäftigt war, Leder einzuweichen. Vorsichtig schlich der Mann näher und versteckte sich hinter ein paar Büschen, um besser beobachten zu können. Da begann neben ihm auf einem Zweige eine Zikade zu musizieren. Laut und hell klangen die Töne durch die morgendliche Stille, und dem Manne war es, als ob jemand auf einer Flöte zu blasen begonnen habe. Und als er sich umsah, bemerkte er, daß Zikade wirklich auf einer Flöte blies, einer Flöte, die vier verschiedene Farben hatte. "Gib mir deine Flöte", bat er den Zikadenmann, "damit ich sehe, ob ich auch so gut spiele wie du." Doch kaum hatte er das Instrument an die Lippen gesetzt und ihm den ersten Ton entlockt, als das Mädchen mitten in der Arbeit innehielt. Weiter spielte der Mann auf der Zikadenflöte; da kam das Mädchen suchend auf die Stelle zu, an der er verborgen saß. Beim vierten Ton jedoch hatte sie ihn entdeckt, und mit Windeseile lief sie auf eine Felswand zu! Rasch gab der Mann dem Eigentümer die Flöte zurück und sprach: "Hab Dank für deine Hilfe, Zikadenmann." Darauf eilte er dem Mädchen nach und kam gerade zurecht, um zu sehen, wie es in der Felswand verschwand, ohne daß dort eine Öffnung war. Der-auf-dem-Wasser-treibt folgte ihr sogleich und bemerkte zu seinem Erstaunen, daß er ebenfalls durch den Felsen gehen konnte, als ob es Wasser sei. Bald darauf bemerkte er ein Lager; ein alter Mann und eine alte Frau saßen dort vor einer Hütte.

Kaum hatte die Frau ihn erblickt, da rief sie aus: "Hier kommt mein Schwiegersohn! Ich muß mich rasch verstecken!" Denn bei diesen Menschen herrschte die Sitte, daß Schwiegersohn und Schwiegermutter einander nicht begegnen durften, ganz so, wie es die Apachen noch heute halten. Der alte Mann hingegen blieb ruhig sitzen und sah dem Gast entgegen. Dann nahm er eine Pfeife zur Hand, stopfte sie mit allerlei Kräutern und reichte sie dem Besucher. Als dieser zu rauchen begann, wurde ihm fast übel! So nahm er von seinem Tabak und bot dem Alten seine eigene Pfeife an. Süß und angenehm war der Geschmack, so überwältigend, daß der alte Mann keine Worte fand, sein Lob auszudrücken. Ja nach dem ersten Zuge verfiel er in einen Zustand der Verzückung, saß unbeweglich da, als ob er des Guten zuviel empfangen habe! Der-auf-dem-Wasser-treibt blies dem alten Manne Tabaksrauch zuerst auf den rechten Fuß, dann die rechte Hand, den Scheitel, auf die linke Hand und schließlich auf den linken Fuß, so wie es die Medizinmänner tun, wenn sie eine Krankheit austreiben wollen. Bald darauf hatte der Alte sein Gleichgewicht wiedergefunden. Der-auf-dem-Wasser-treibt bemerkte bald, daß man in diesem Lager weder Tabak noch Mais, weder Bohnen noch Kürbisse kannte und daß die Menschen ausschließlich von der Jagd lebten. Nur die Frauen zogen ab und zu hinaus, um wilde Früchte und Samen zu sammeln. Der Alte aber, der am Tabak solch großen Gefallen gefunden hatte, war' der beste Jäger weit und breit; daher hieß er auch Der-die-Tiere-hat. Bei seinem nächsten Besuch brachte Der-auf-dem-Wasser-treibt allerlei Geschenke aus seinem Garten mit, die von allen ungläubig bestaunt wurden. Als er kurz darauf das Mädchen zur Frau nahm, das er an jenem Bache überrascht hatte, zog er, wie es sich gehörte, ins Lager seiner Frau. Er zeigte den Menschen dort, wie man sät und erntet, wie man für die Pflanzen sorgen muß und welche Gerichte aus den einzelnen Früchten gekocht werden konnten. Er selbst aber lernte von seinem Schwiegervater alle Geheimnisse der Jagd. Daher kommt es, daß die Apachen heute nicht nur gute Jäger sind, sondern auch ihre Gärten haben.

Afrikanisches Märchen von der Spinne und der Weisheit

Die Zeit zwischen den Jahren! Hier hält man inne, nimmt sich die Zeit, Geschehenes zu reflektieren und neue Pläne für die Zukunft zu schmieden. Man nimmt sich Zeit für Freunde und Familie. So ist es auch die Zeit, in der Geschichten erzählt werden ...Wir erzählen die Geschichte von Kwaku Ananse, dem Spinnenmännchen und seiner Idee, die Weisheit zu sammeln.

Kwaku Ananse, das Spinnenmännchen, ärgerte sich schon seit vielen Jahren darüber, dass es unter den Menschen so viele weise Männer gab. Er beschloss deshalb, alle Weisheit zu sammeln und für sich und seine Nachkommen aufzubewahren. Zu diesem Zweck holte er sich aus seinem Hause einen großen Tontopf; den wollte er mit Weisheit anfüllen.

Viele Jahre zog er durch die Lande und stellte Mensch und Tier die schwierigsten Fragen. Erhielt er ein kluge antwort, so öffnete er schnell den Deckel des Kruges und flüsterte sie zur Überraschung seiner Zuhörer hinein. Als er endlich glaubte, alle Weisheit dieser Erde gesammelt zu haben, machte er sich auf den Weg in seine Heimat Ghana.

Tagelang sang er vor sich hin: „Kwaku Ananse ist nun weiser als die Götter“. Als er die runden Hütten seines Heimatdorfes erblickte, fürchtete er, man könnte ihm im Dorf seinen Schatz stehlen. Deshalb beschloss er, ihn zunächst ein paar Tage im Wald zu verstecken. Nach der ersten Wiedersehensfreude, wollte er heimlich mit seiner Familie zum Krug gehen und sie die Weisheit in sich aufnehmen lassen.

„Wo verberge ich nur meinen Krug?“, fragte sich Kwaku Ananse als er Ausschau nach einem geeigneten Versteck hielt.. Er entschied sich schließlich für den Kazaurabaum, in dessen höchsten Ästen er den Krug mit der Weisheit aufhängen wollte. So band er sich mit einer Schlingpflanze den Krug um den Bauch. Jedoch war der Krug so dick, dass Kwaku Ananse mit seinen Beinen nicht mehr an die Rinde des Stammes reicht. So mühte er sich drei Tag lang, stütze immer wieder hinunter, bis er schon rechte Blessuren davon trug. Doch wegen seiner großen Anstrengung, den Krug in den Wipfel des Baumes zu schaffen, vergaß er völlig, dass der Wald noch andere gute Verstecke anbot.

Während er wieder einmal auf dem Rücken lag und hilflos mit den Beinen in die Luft strampelte, kam ein Hase vorbei und beobachte das Treiben des Spinnenmännchens. Als er endlich wieder auf den Füssen stand, versuchte es erneut, wohl das tausendste Mal. Der Hase war ein gutmütiger Geselle und beschloss dem Spinnenmann zu helfen. Als er ihn mit einem freundlichen „Guten Tag Kwaku“ begrüßte, erschrak dieser so, das er erneut auf den Rücken fiel und mit den Beinen in der Lift strampelte. Der Hase eilte ihm zur Hilfe, um ihn aus der misslichen Lage zu befreien.

„Was hast Du denn in dem Krug?“, fragte er ihn. „Das kann ich Dir nicht verraten!“, sagte Kwaku Ananse. „Wenn ich Dir die Wahrheit sage, müssen wir beide auf der Stelle sterben.“ „Nun, dann will ich dieses Geheimnis nicht wissen. Ich habe Dir ein zeitlang zugesehen, wie Du Dich vergeblich bemüht hast den bauchigen Krug auf den Baum zu kriegen. Wäre es nicht einfacher, wenn Du die das Gefäß auf den Rücken bändest?“

„Was sagst du da?“, schrie Kwaku Ananse. Ich dachte ich hätte alle Weisheit der Welt in meinem Krug eingefangen. Und jetzt sehe ich, dass es immer noch klügere Leute als mich gibt.“, jammerte Kwaku Ananse. Bei diesen Worten riss er sich die schwere Last vom Bauch und schleuderte den Krug mit aller Kraft gegen den Kazaurabaum , so dass das Gefäß in 1000 Stücke zerbrach.

„Nun mag die Weisheit in alle Welt entfleuchen!“, schimpfte er und stapfte missmutig durch das hohe gras nach Hause.

gefunden auf: http://www.afrika-bildung.de/

Die große Spinne

Es war einmal ein kleiner Frosch, der immer von den anderen Fröschen gehänselt wurde, weil er so klein war. Da wollte der kleine Frosch sich ein Ansehen verschaffen und sagte: „Ich kann die größte Spinne, die es gibt, verspeisen.“ Da zogen alle Frösche los, um besonders große Spinnen zu finden. Die größten Frösche verschluckten auch gleich sehr große Spinnen. Der kleine Frosch fand aber auf einmal eine Spinne, die dreimal so groß war wie er selbst. Da sagte er laut, dass alle es hören konnten: „Diese große Spinne werde ich jetzt fressen!“ Selbst die allergrößten Frösche hatten aber Angst vor der großen Spinne. Schon kam die Spinne auf den kleinen Frosch zugelaufen, sodass der kleine Frosch etwas zurückwich. Doch als ihm die Spinne schon ganz nah war, blähte er sich auf und verschluckte die Spinne. Alle sahen nun gespannt auf den kleinen Frosch. Der lief nach kurzer Zeit blau an und regte sich nicht mehr. Da kam ein Igel vorbei und alle Frösche sprangen schnell weg. Der Igel aber fraß den ganzen Frosch. Nach einiger Zeit wurde dem Igel so recht schlecht. Er legte sich ein bisschen hin, um sich auszuruhen. Da kam ein Biber vorbei und sah den schlafenden Igel. Der hatte sich nicht eingerollt, weil ihn so schlecht war. Da konnte der Biber an sein weiches Fleisch und fraß ihn auf. Nun wurde der Biber vom Fressen müde und etwas schlecht war ihm auch geworden. Also legte er sich ein bisschen hin. Da kam ein Knabe daher, der den Biber da liegen sah. Der Knabe nahm seinen Hirschfänger und stach den Biber ab. Zu Hause zog er ihm das Fell über die Ohren und hängte sich das Fell an die Wand über sein Bett. Seitdem jedoch das Fell dort hing, konnte der Junge nicht mehr richtig schlafen und hatte Alpträume, besonders von riesigen Spinnen. Ob es nun an dem Fell lag oder nicht: Der Junge wurde richtig krank, und die Ärzte wussten keinen Rat. Da ließen sie den Priester holen. Als es klopfte und die Tür geöffnet wurde, stand dort aber nicht der Priester sondern der Nackte Bär. Die Leute kannten den Nackten Bären aber nicht und da sie sich nicht zu helfen wussten und weil der Nackte Bär nackt war, gaben sie ihm schnell das Biberfell, damit er seine Blöße bedecken konnte (vielleicht des Priesters wegen). Der Nackte Bär hatte aber einen fürchterlichen Durchfall und weil er von den Ärzten im Hause des kranken Knaben gehört hatte, hatte er sich von ihnen eigentlich eine Medizin erhofft. Jetzt ging er aber erst einmal hinter das Haus und entleerte sich. Mit dem Biberfell aber wischte er sich seinen Hintern sauber. Von da an ging es dem Nackten Bären wieder besser und auch der Knabe fühlte sich sogleich wohler und gesundete bald. Dort aber, wo der Nackte Bär das Biberfell hingeworfen hatte, wuchs nie wieder etwas.

Freitag, 29. Mai 2009

31 Tage 31 Spinnen & Insekten

4.ter Tag ...also für tomorrow ... ;)

im Osten werden die Arbeiter anscheinend durchgängig einheitlich untergebracht. Voila: Die Ameisen-Platte*

...entdeckt durch das Anheben der Feuerkorbsteine...




31 Tage 31 Spinnen & Insekten

3.ter Tag

Wenn Spinnen sich zum Fressen gern haben: Spinnen-Kamasutra



Resümiere: alleine die Umkehrung vom "Flüchten" hin zu "Aufsuchen" ist spannend... Allerdings erweist sich das Aufstöbern fotogener Achtbeiner neben einem Vollzeitjob als schwieriger als vermutet. Projekt 31 Tage 31 Spinnen/ 31 Insekten

Donnerstag, 28. Mai 2009

31 Tage 31 Spinnen & Insekten

2.ter Tag

entpuppt sich als Whatever...



Links Oben ungefähre Originalgröße. Is das ne Mottenart? Motty Malone? Oder eine Titanenfliege? Der Darth-Vader-Falter? Hübsch schaut.s aus. ....gefunden auf der Aussenseite von Puck.s Wohnzimmerfenster. Passt zu Projekt 31 Tage 31 Spinnen/ Insekten ... hilft mir mit Spinnen aber auch nicht weiter. Das untere Bild, auf dem das Gesicht zu erkennen ist, gefällt mir..!

Arachnophobia

... halte fest: besaß vor Jahren eine ausgeprägte Spinnenphobie, die sich mit/ durch/ in Neuseeland auflöste. All die Jahre kein Problem mit Spinnen gehabt... wobei mir all die Jahre auch keine Exemplare dieserart begegneten:



...äh.... äh.... bäh.... öh.... hwaaaaa... brrrrr.... rrrr... buah... wuah.... arghel..... Tz.... *schwankend vor Monitor sitz* pathetisch mit den Armen ruder*
Meine bizarre und irrationale Panik bezieht sich also reinweg auf die haarige Variante... Von Außenstehenden gefragt, warum ich bei anderen, größeren, wirklich gefährlichen Tieren keine Angst vor Berührung oder deren unberechenbarer Kraft habe, antwortete ich stets: "Wieso sollte ersiees mir etwas tuen?" ... und das ist die Einstellung, die mich angstfrei im Umgang mit im Prinzip allen Tieren sein lässt. Frage ich mich nun, was sollte mir so eine kleene Spinne tuen, dann wäre das im schlimmsten Falle ein Biss, dessen Auswirkungen kaum der Rede wert sind. Also geht es um anderes... Auf der Suche nach einem Blogbeitrag fiel mir auf, dass ich wiederholt betone, mich aus diversen Netzen zu befreien.... Und so wie ich die Netzspinner beschreibe... erhalten sie sehr wohl etwas von dem negativen SpinnenAspekt jener mythologischen Todesgöttin, die die Seelen in Form von Fliegen verschlingt... Jene einzige Angst vor einem Tier wurde mir eindrucksvoll von meiner Mutter überreicht... Auch psychologisch berührt die Spinne den Mutteraspekt.... und so frage ich mich, ob die Angst vor der verschlingenden Spinne a) mit dem Entnetzen aber/ und auch b) mit dem konsequenten all-bereichlichen Selbst-Ständig-Sein an sich zu tuen hat... alles noch sehr wage.... Wollte das nur mal so wirr notiert haben... und werde - wenn ich ein bißchen mehr Zeit habe - durch die Queen of Tulipa und Rosae und mighty Flowerpower Ambrosia I. angeregt auch noch mal die mythologischen Aspekte aus den verstaubten Ganglien herauspuhlen...

...jedenfalls hatte ich eifrig meine kleine, billige Digi-Cam eingesteckt. Arbeite in einem Haus mit kleinem Park direkt an einem See. Normalerweise wimmelt es da von Spinnen .... aber gestern und wahrscheinlich durch das Unwetter bedingt, waren sie alle ausgeflogen. ALLE. Also kroch ich abends durch den heimischen Garten und auch dieser war verlassen.... die wenigen Tierchen, die ich vor die Linse kriegte, bewegten sich im kaum einfangbaren Schweinsgalopp. Am abend dann gab.s dvd. Arachnophobia mit Julian Sands.



Da ich allerdings Julian Sands für einen der aufregendsten Männer auf diesem zauberhaften Erdballe befinde, haben mich die Spinnen im Film nicht wirklich gekratzt (waren da überhaupt welche???... *grins* ), als ich schmachtend vor der Glotze hing. .....oh Schulijän.... ohoho... *geistesabwesend die fette Spinne streichel, die sich mittlerweile vom Keller hoch in den Falkenhort gearbeitet hat und es sich neben Falkin auf dem Sofa zum dvd gucken gemütlich gemacht hat...*.....

Hier nun die klägliche und erfolglose Ausbeute meines ersten gezielten Annäherns an achtbeinige Dingsdas...



Schrottig. Will ja nur beweisen, dass der gute Wille vorhanden ist... good will hunting, oder so...
Resümiere: Erste Arbeitsergebnisse niederschmetternd. aber ich bleib am Ball, bzw. an der Kamera. Ist ja noch nicht aller Tage abend... und mal schauen, was sich heute so findet. Gelten auch zweibeinige Spinnen?

...

Prolog

.... es begann an einem wunderschönen Frühlingstage... ich war so fünf/ sechs... meine Mutter und ich kamen vom Einkaufen. Wärend sie noch die Eingangstür verschloß, lehne ich an der Wand... sie dreht sich um. Ihre Augen weiten sich, sie wird kalkweiß, fängt an zu zittern, langsam hebt sich ihre Hand zeigt über mich, sie öffnet den Mund, quält die Worte heraus.... "Beweg dich nicht". Natürlich habe ich mich bewegt und über mich geschaut, wo ich dann eine gut handtellergroße Spinne, mit dickem Leib und fetten haarigen Beinen ausmachte. In dem Moment stürzte ich mich nach Vorne und meine Mutter prescht in einem tollkühnen Sprung nach vorne, schwingt einen Einkaufsbeutel wie ein Schwert, schlägt äh die Spinne ko, leert den Beutel und entsorgt die Spinne über das Gäste-WC. Es war nicht das erste exotische Tier, welches sich durch unser geräumiges Haus krabbelte. Nicht unweit von uns wohnte ein Freak, dessen sonderliche Vorliebe darin bestand, sich mit diffusen Reptilien auszustatten, die ihm gerne entfleuchten. Ich erinnere mich noch an ein hübsches Schlängelchen, welches wir Kinder beobachteten, wie es sich im Gartenteich vergnügte... umso seltsamer erschien uns nachher die Aufregung der Erwachsenen und jenen seltsamen Mann mit diesem seltsamen Gerät das nach einer grillzangigen Guillotine aussah, mit der er das Tierchen einfing. Die war wohl hochgiftig. Ich lasse jetzt mal den Hang Exoten art-ungerrecht zu halten, wie auch die Reaktion meiner Mutter auf den Achtbeiner unkommentiert... Fakt ist...

...ich wurde durch Großvater, Vater angstlos in Bezug auf Tiere erzogen. Bin beiden dafür absolut dankbar, denn diese Angstlosigkeit hat sich bis zum heutigen Tage erhalten... bis auf diese kleine, aber feine Arachnophobie.... Da gab es schlimme Zeiten, in denen ich wirklich panisch reagierte.... bis ich dann 2001 in Neuseeland landete. In einem Land, welches vorrangig aus Weite, hernach aus Schafen, schließlich Oppussums, dann Mücken und unendlich vielen Spinnen besteht, lässt es sich nicht relaxed leben mit Spinnenphobie... Hatte mich im Vorfeld schon an das Thema Spinne rangetastet... Spinne Mythologie.... Psychologie... sind ja schon tolle Viecher.... insbesondere das Vernetzen imponiert mir... jut.... und so machte ich mich damals tapfer daran, mich an die Tiere zu gewöhnen. Recht verkrampft... bis eines schönen Tages... ein Freund mit mir eine Querfeldeintour durch einen verwilderten Wald machte, wir picknickten... und ich den Blick auf meinen krabbelnden Handrücken wende, über den gerade ein ansehnliches, dickes HAARIGES Spinnentier krabbelt. Mal unabhängig davon, dass ich Behaarungen nicht mag, hätte mich eine adrett rasierte Spinne sicherlich nicht weniger geschockt. Und mir war klar.. entweder, ich krieg jetzt den hysterischsten Schock aller Zeiten, oder ich leg die Phobie eine Runde ad acta. Und entschloß mich für letzteres... die Spinne marschierte behende ihres Weges und ich konnte es nicht fassen... aber ich blieb ruhig.

...nun hier auf dem Lande kreucht und fleucht es munter. Auch was die Insekten anbelangt. Letztes Jahr ein Hornissennest am Schlafzimmerfenster, Kreuzotter im Lavendel, Falken auf dem Dach... und Spinnen, Spinnen, Spinnen. Winzige, größere, alle mit acht Beinen -was ein Zufall... *grins*.... und alle zivilisert und gepflegt bein-epiliert... damit lässts sich leben. Dachte ich. Letztes WE nun im Erholungstrott... tapper in die Waschküche, zupfe meine Seidenhöschen und Leibchen aus der Trommel, packe sie in mein kleines Wäschekörbchen, wende mich zum Gehen und worauf fällt mein Blick? An der Wand klebt ein halbhandtellergroßes schwarzes Vieh. Acht fette, BEHAARTE Beine. Ich weiß nicht wielange ich brauchte bis mir dämmerte, dass ich sah, was ich sah... jedenfalls reagierte ich vollkommen irrwitzig... "das kann ich jetzt garnicht brauchen" und verzog mich zum Wäscheaufhängen in die falkinösen Parkanlagen. Wärend des Wäscheaufhängens wurde mir klar, dass es nur eine vernünftige und für mich eigentlich übliche Reaktion gibt.... und so machte ich mich schweren Herzens auf zum Schrank, entnahm ihm ein großes Glas, aus dem Papiermüll eine feste Pappe... und machte mich ... so ein Mist.... mit ad hoc wieder eingesetzten Angstgefühlen und in den Ohren trommelnden Herzschlag auf Richtung Waschküche....

tscha und natürlich warse weg. Ätschi, Frau D aus W nahe B. Na, wo sie wohl gerade ist? Evtl durch eines der Kellerfenster hinaus in die Freiheit gekrochen? Vielleicht aber funkelt in ihren Augen auch ein sadistisches Vergnügen und sie hangelt sich nun Tag für Tag die Treppen aufwärts ... bis sie ankommt im Falkenhort unterm Dach.... Gestern lieg ich so in meinem Himmelbettchen, schmökere noch gemütlich, da meine ich schemenhaft hinter dem Betthimmel ein achtbeiniges Ding zu sehen.... is klar... es streckt mir die Zunge raus, wärend es gleichzeitig die Giftzähne poliert und obszön mit seinen ekelig behaarten Beinen wackelt.... DUMMFUG. Da war nichts. Null. Nada. Niente. Nur meine dusselige blöde Angst. Versteh das nicht... hab keine Angst vor Raubkatzen, keine Angst vor Kobras, keine Angst vorm Schwarzen Mann, aber vor Spinnen... In den Keller bewege ich mich nur noch wie ein Kleinkind... indem ich lauthals Lärm mache, um die Achtbeinigen Dämonen zu vertreiben... und so alberne Drohungen ausstoße wie: "Hähä, Spinne, zieh Dich warm an, hier kommt das Spinnenkillmonster - es kann nur eine geben.." um dem ganzen mit bizarren Zungenlauten ala Highlander Connor McLeods Gegenspieler Kurgan einen besonders bedrohlichen Anstrich zu verleihen. (Das unsensible Puck kam die Laute und Drohungen hörend hinzu, krauste die winzige Nase und kommentierte auf ihre besonders charmante Art:" Du hast so einen Mega-Knall..." Küßchen, Puckischnucki! ) ".... tz..... also, alles klar, das Thema steht wieder an... Ängste sind schließlich dazu da, überwunden zu werden. .... ja passt denn das zu meinem Glückstraining? *knurpsel*irgendwas Unanständiges fluch*ZENSIERT*

Wie gerufen kommt mir da die Aktion von Falk: 31 Tage 31 Spinnen/ Insekten. .... Mist, verdammichter... Aber ich find die Nummer gut, versteh das Ganze als Chance *grummel* und will es angehen. Allerdings begnüge ich zum harmlosen Einstieg mit einem vor Jahren geschossenen Foto vom illustren Kaker-Lake, nein, kein See, sondern einer Küchenschabe....



....ob ich das dicke Ding vor die Linse krieg? Ob es posen wird? "Komm schon, Kleines, zeig dich. Ich bring dich groß raus. Oh, yeah, so ist das gut, ja, Baby, beweg dich." *klick*klick* Au weh.... Sorry, aber ich stimm mich nur ein... *seufz* -

... Spiderenergie ist schon was hochinteressantes... Jut, eine haarige Kategorie meines Glückstrainings. What shall.s hells bells. Packmas. Falkurgan

arachnobeske Ausführungen

ergänzendes Projekt
von Falkin.s Blog.sberg


START

PROJEKT:

31 Tage - 31 Insekten oder Spinnen 8-)

hinzu gesponnen:

das...
gefällt mir aber... ;o))) wo ich so oft Spinnen...
Belleeer - 6. Nov, 12:34
Danke für das Willkommen...
Danke für das Willkommen :)! Das mit dem mitlesen...
Aurisa - 7. Aug, 22:52
Zauberhaft
und noch eine Spinnzessin am Spinnrad. Herzlich Willkommen,...
Falkin - 7. Aug, 22:05
Eine Spinnzessin ;)...
Eine Spinnzessin ;)...
Aurisa - 7. Aug, 21:03
aaaah
Ihre Hoheit Prinzessin Belleeer belieben ebenfalls...
Falkin - 7. Aug, 20:59
Ooooh...
mein geliebtes Wish... da wird aus der Spinne ja glatt...
Belleeer - 7. Aug, 16:44
aus Erfahrung lernen...
*seufz*... ja, da habt Ihr beiden recht... wenn.s denn...
Falkin - 19. Jul, 09:52
Hornissen
sind besser als ihr Ruf ;-) Zum einen stechen nur...
Ambrosia - 18. Jul, 10:26
Hunde schnappen erfahrungsgemäß...
Hunde schnappen erfahrungsgemäß (achtung...
nömix - 17. Jul, 11:22
Okay,
jetzt erklärt sich auch Deine TastaturBlokade......
Belleeer - 1. Jun, 11:09
Vieles ist goldig und...
Vieles ist goldig und harmlos. Sagt man ;)
RokkerMur - 31. Mai, 07:03
Echsen?
....meinste? Aber die sind doch so goldig und harmlos?!
Falkin - 30. Mai, 22:06
Yepp
..wünsche Dir, liebe Belleeer, und mir eine entspannte...
Falkin - 30. Mai, 22:03
Liebste Falkin...
soviel Text zum Thema SpinnenTiere... werde mich da...
Belleeer - 30. Mai, 09:39
Manche Menschen haben...
Manche Menschen haben vor dem abgebildeten mehr Angst...
RokkerMur - 30. Mai, 08:56
Dein QuerVerweis
zum PlattenBau... auf diese inhaltliche Verknüpfung...
Belleeer - 29. Mai, 08:52
Schnellschuss
...krieg ich eh nicht hin. A - bin ich zu lahm (gemäßigtes...
Falkin - 29. Mai, 06:17
Merkwürdiges "Kamasutra"...
Konnte solches schon bei Kreuzspinnen in KonkurrenzSituationen...
Belleeer - 29. Mai, 06:05
Na, ja,
um Dich zu finden, brauchte ich keinen guten Riecher,...
Belleeer - 28. Mai, 16:09
neues Projekt
neues Layout. Bin ein Farben- und Form-Freak - für...
Falkin - 28. Mai, 15:55

Meine Kommentare

♥♥♥♥♥
...zeitnahe Besserung! *hex*hex*hex* ♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥ ♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥
EugeneFaust - 28. Jan, 11:39
Aha. Jürgen Drews....
Aha. Jürgen Drews. - ...ob der mit seinem "Bett...
noemix - 26. Jan, 13:57
oh wie zauberhaft, liebe...
oh wie zauberhaft, liebe Frau Katze! Herzlichen Dank! Sagen...
vingolf - 25. Jan, 18:47
Keine Sorge, Frau Apfelblögchen,...
Keine Sorge, Frau Apfelblögchen, ich selber...
vingolf - 25. Jan, 18:41
Palästen!! ;))
Palästen!! ;))
vingolf - 25. Jan, 17:52
Nasivin
es wirkt. Nahmd, Schpatzerl. Hatte heute erst den...
vingolf - 25. Jan, 17:32
Le roi est mort, vive...
PMS: Schnurzele, ick wollt jrad Alfheim löschen....
vingolf - 25. Jan, 17:29
na man munter losgesponnen....
na man munter losgesponnen. Ich stehe auf norniges...
vingolf - 25. Jan, 17:23

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